Deutscher Hautkrebspreis an Mindener Klinik

Stadler für Studie ausgezeichnet

Professor Rudolf Stadler wurde mit dem Deutschen Hautkrebspreis ausgezeichnet. - Foto: MKK

Minden - Professer Dr. Rudolf Stadler, Direktor der Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie, Allergologie und Phlebologie, in Minden hat eine der renommiertesten Auszeichnungen in seinem Fachgebiet erhalten, wie die Mühlenkreiskliniken jetzt mitteilen. Beim 26. deutschen Hautkrebskongress wurde ihm zusammen mit seiner Kollegin, PD Dr. Ulrike Leiter von der Universitäts-Hautklinik Tübingen, der Deutsche Hautkrebspreis 2016 verliehen.

Stadler erhält die Auszeichnung laut Klinikum für seine Forschungen und Studien im Bereich der Behandlung des malignen Melanoms. Die Erkrankung wird im Volksmund auch schwarzer Hautkrebs genannt. Bereits um die Jahrtausendwende hatte der Dermatologe mit der Konzeption einer Studie begonnen. Die Frage, die die Fachwelt damals bewegte, lautete vereinfacht gesagt: Leben Patienten, die an schwarzem Hautkrebs erkrankt sind und bei denen sich bereits Tumorzellen in den Lymphknoten gebildet haben, länger, wenn die Lymphknoten entfernt werden?

Die gezielten Untersuchungen und Studienauswertungen erfolgten zwischen 2006 und 2014 zum größten Teil im heutigen Mindener Universitätsklinikum. Das Ergebnis besagt, dass die nachgeschaltete Lymphknotenentfernung keinen positiven Effekt für die Patienten hatte. Die Studienergebnisse wurden bereits in internationalen Fachjournalen veröffentlicht und kommentiert. Nach Aussage des Klinikums haben sie einen unmittelbaren Einfluss auf die aktuellen Leitlinien beim malignen Melanom sowohl in Europa als auch in den USA.

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