Selbsthilfeunterstützung besteht 25 Jahre

Vernissage und Feierlichkeiten

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Hatten allen Grund zum Feiern (v.l.): Renate Winkler-Werner (Selbsthilfe-Kontaktstelle), Thomas Volkening (Geschäftsführer der Parisozial Minden-Lübbecke/Herford), Iris Busse (Selbsthilfe-Kontaktstelle) und Katja de Vink (Selbsthilfe-Kontaktstelle)

Minden - Bereits seit 25 Jahren gibt es die Selbsthilfeunterstützung vor Ort. Daher hat die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen im Kreis Minden-Lübbecke zu einer Vernissage mit rund 100 Gästen aus Politik, Verwaltung und vor allem Selbsthilfeaktiven eingeladen. Im Zentrum der Veranstaltung standen ein Rückblick auf 25 Jahre organisierte Selbsthilfe im Kreisgebiet, die vielen Selbsthilfegruppen und die Enthüllung eines Kunstwerks.

Letzteres ist im Rahmen eines Kunst-Workshops mit Peter Paul Medzech entstanden. Der Steinbildhauer aus Minden hat zusammen mit sieben Teilnehmenden aus der Selbsthilfe, Menschen mit und ohne Behinderungen, und zwei Mitarbeiterinnen der Selbsthilfe-Kontaktstelle ein Kunstwerk aus Stein und Eisen erschaffen. „Wir nennen es das Selbsthilfegewächs. Das trifft es am besten“, sagt Katja de Vink, eine der Mitarbeiterinnen der Selbsthilfe-Kontaktstelle.

Thomas Volkening, Geschäftsführer der Parisozial Minden-Lübbecke/Herford arbeitete in seiner Begrüßung eine lange Liste von Menschen des öffentlichen Lebens ab. Neben dem Landrat, der auch ein Grußwort sprach, gratulierten zwei stellvertretende Bürgermeisterinnen, Mitglieder aus Ausschüssen und Beiräten, Vertreter von Krankenkassen, Fachreferenten sowie rund 60 in der Selbsthilfe Aktive.

Das Rahmenprogramm war mit Musik und Comedy gespickt. Das Trio Magaritkes führte musikalisch durch den Abend. Ein Highlight war der Auftritt von Silke Blutte, die als Putzfrau verkleidet die Gäste erst einmal darüber aufklärte, „was die da in der Selbsthilfe machen“.

Das zentrale Merkmal der Selbsthilfe ist es, dass sich Menschen zusammenfinden, die ein ähnliches Problem haben oder sich in einer ähnlichen, zumeist belastenden, Lebenssituation befinden. Sie unterstützen sich, tauschen sich aus und helfen sich somit, ohne direkt auf fachliche Professionen zurückzugreifen. Etwa 300 Selbsthilfegruppen gibt es in Minden-Lübbecke. Damit liege die Zahl der Gruppen pro Selbsthilfe-Kontaktstelle weit über dem bundesweiten Durchschnitt von 188, informiert der Paritätische. Das sei sicherlich auch ein Zeichen der guten Arbeit, die die drei Kolleginnen zum Teil schon seit fast 20 Jahren leisteten.

Selbsthilfegruppen treffen sich in allen Kommunen im Kreisgebiet. Die Themen der Selbsthilfe sind dabei vielfältig und beginnen bei A wie Alzheimer, erstrecken sich über F wie Frühchen und reichen bis Z wie Zwangserkrankungen. Bereiche, in denen sich Menschen in Selbsthilfegruppen zusammenfinden, sind: Chronische Erkrankungen, Sucht, Soziales, Behinderung, psychische Erkrankungen und Senioren. Inklusion ist auch ein Thema in der Selbsthilfe. „Und das bereits seit 25 Jahren.“, stellt Jochen Rogmann, Vorstandsvorsitzender der Kreisgruppe Minden-Lübbecke des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, fest.

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