Aktuelle Zahlen zum Ende der Sommerferien

Mit mehr Lehrern und weniger Kindern ins Schuljahr

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Minden-Lübbecke - Das neue Schuljahr beginnt heute und mehr als 282.000 Schüler in Ostwestfalen-Lippe drücken wieder die Schulbank. Für knapp 18.000 ist es der Start in ihre Bildungskarriere, im Kreis Minden-Lübbecke sind 2.586 i-Dötze an den öffentlichen Grundschulen angemeldet. Das geht aus einer Statistik der Bezirksregierung in Detmold hervor.

Zu den beliebtesten weiterführenden Schulen zählen wie im Vorjahr Gymnasien und Gesamtschulen. 5.646 Fünftklässler sind an den öffentlichen Gymnasien in OWL angemeldet, an den Gesamtschulen sind es 5.501. Die Realschulen folgen mit 4.046 Anmeldungen.

Einer rückläufigen Schülerschar steht laut Bezirksregierung ein in etwa gleichbleibend großer Personalkörper bei den Lehrkräften gegenüber. Zum Ende des vergangenen Schuljahres gewährleisteten 21.947 Lehrer den Unterricht in Ostwestfalen-Lippe. Die Bezirksregierung hat zum neuen Schuljahr zusätzlich 520 neue Pädagogen an den öffentlichen Schulen eingestellt – im heimischen Kreis werden 64 neue Lehrer ihre Kollegen vor Ort unterstützen, darunter zwei speziell für gemeinsames Lernen im Sinne des Inklusionsgedankens.

Den stärksten Zuwachs beim Kollegium verzeichnen die 311 Grundschulen mit 147 Einstellungen, gefolgt von den Gesamtschulen (39 Schulen, 134 Einstellungen) und den Gymnasien (56 Schulen, 42 Einstellungen). Hauptgründe für die verstärkten Einstellungen sind die Zunahme des gemeinsamen Lernens vornehmlich in Sekundar- und Gesamtschulen sowie der Ausbau der Inklusion. Weitere Gründe sind die Beschulung von Kindern von Asylsuchenden und EU-Bürgern insbesondere aus südosteuropäischen Staaten und der fortlaufende Generationenwechsel in den Kollegien.

Die Bezirksregierung unterstützt die Schulen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen, indem sie ihnen unter anderem gezielt Fachleute zur Seite stellt. So wurden 22 Sonderpädagogen vornehmlich an Grund- und Gesamtschulen im Regierungsbezirk neu eingestellt. Und 98 weitere Lehrkräfte stehen an den Schulen jetzt für den Unterricht in Sprachfördergruppen bereit.

Auch Inklusion wird weiter umgesetzt. Knapp ein Drittel aller Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf wurde im vergangenen Schuljahr integrativ in Regelschulen unterrichtet (32,9 Prozent). Ein Jahr zuvor waren es 4,5 Prozentpunkte weniger. 5.106 Inklusionsschüler sind der Bezirksregierung zufolge aktuell angemeldet, der Großteil von ihnen an Grundschulen (1.986) und Gesamtschulen (1.518).

Der Umbau der Förderschullandschaft setzt sich währenddessen fort. Elf Einrichtungen haben zum 1. August die Türen geschlossen – entweder als Abschluss ihrer auslaufenden Auflösung oder als sofortige Schließung. Zwei weitere Förderschulen haben mit ihrer auslaufenden Auflösung begonnen.

Die Veränderung der Schullandschaft setzt sich zum neuen Schuljahr fort. Öffentliche Haupt- und Förderschulen lösen sich auf, Gesamt- und Sekundarschulen entstehen neu. Die Intensität der Veränderung nimmt jedoch ab, der Umbau der heimischen Schullandschaft ist in den meisten Kommunen abgeschlossen, verzeichnet die Bezirkregierung. In Lübbecke hat die Pestalozzi-Förderschule mit dem auslaufenden Betrieb begonnen.

Der gebundene Ganztagsbetrieb ist bei 49 Prozent (169 von 345) der weiterführenden Schulen in Ostwestfalen-Lippe eingeführt (öffentliche und private Schulen: Haupt-, Förder-, Real-, Sekundar-, Gemeinschafts- und Gesamtschulen sowie Gymnasien und Primusschule). Bei Gesamtschulen und Sekundarschulen ist es beinahe jede dieser Einrichtungen. 65 986 Schüler besuchten im vergangenen Schuljahr den Nachmittagsunterricht, das waren 3.953 mehr als im Vorjahr.

Einschulungen 

Rahden gesamt: 149 Kinder 

OGGS Rahden: 68 Kinder 

OGGS Varl: 22 Kinder Ev. 

OGGS Pr. Ströhen: 17 Kinder 

OGGS Tonnenheide-Wehe: 42 K.

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