Medizinstudenten machen sich ein Bild von Johannes Wesling Klinikum in Minden

„Der Pioniergeist ist zu spüren “

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Prof. Dr. Martin Griesshammer, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, führte seine zukünftigen Studenten durch das Johannes Wesling Klinikum Minden und stellte ihnen die Mühlenkreiskliniken vor.

Minden - „Wir werden hier echte Ärzte ausbilden, die im engen Kontakt zur praktischen Medizin ein breites Fachwissen in Minden erhalten werden.“ Mit diesen Worten begrüßte Prof. Dr. Martin Griesshammer, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin im Johannes Wesling Klinikum Minden (JWK) die Medizinstudierenden der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in ihrer zukünftigen Uniklinik. Sie waren gekommen, um sich ein Bild davon zu machen, ob sie sich vorstellen können, für zwei Jahre nach Ostwestfalen zu kommen, um dort den praktischen Teil ihres Medizinstudiums zu absolvieren.

Ab Oktober 2016 beteiligen sich die Mühlenkreiskliniken, zu denen das Johannes Wesling Klinikum Minden gehört, gemeinsam mit dem Klinikum Herford, als Teil des Universitätsklinikums der Ruhr-Universität Bochum, an der Ausbildung von Medizinstudierenden.

Bei einem persönlichen Austausch und einem Rundgang durch das JWK konnten die Studierenden ihren zukünftigen akademischen Lehrern zuhören und Fragen stellen, berichten die Mühlenkreiskliniken in einer Pressemitteilung. Ein Thema: Wird es Möglichkeiten für Nebenjobs im Pflegebereich geben, um das Studium zu finanzieren? Gerade diese Jobs sind bei Medizinstudenten beliebt. Die 29-jährige Aleksandra Badura hat bereits eine Ausbildung zur Gesundheit- und Krankenpflegerin absolviert. „Ich habe einen festen Nebenjob am Klinikum in Bielefeld und fühle mich hier wohl und kann mir das klinische Studium in OWL gut vorstellen.“

Im Verhältnis zu anderen Universitätskliniken wird die Anzahl der Studierenden gering sein. Das, so der Eindruck der Studierenden, wird eine gute Betreuung ermöglichen. „Die Ärzte vermitteln einem das Gefühl, hier gut aufgehoben zu sein. Der Pioniergeist ist deutlich zu spüren, sowie die Motivation, das Projekt zu einem vollen Erfolg zu führen“, fasst Jan-Gerrit Jaspers, 28 Jahre alt, seine ersten Eindrücke der zukünftigen Universitätskliniken in OWL zusammen. Auf die Frage, ob es keine Skepsis gebe, plötzlich einen Teil des Studiums ländlicher verbringen zu müssen, entgegnete Jaspers: „Der Metropolgedanke hat mich noch nie gepackt, ich komme aus Niedersachsen und finde es schön hier.“

Der klinische Teil des Medizinstudiums wird in Herford, Minden, Lübbecke und Bad Oeynhausen stattfinden. Der theoretische Teil der Lehre ist ausschließlich am Standort Minden vorgesehen. Hier ist ein Erweiterungsbau mit Hörsaal und Lehrräumen geplant.

Die Fächer Anästhesiologie, Chirurgie und Urologie werden am Standort Herford angeboten, Orthopädie am Standort Bad Oeynhausen, Psychiatrie/Psychotherapie, Psychosomatische Medizin/Psychotherapie in Lübbecke und Augenheilkunde, Dermatologie/Venerologie, Frauenheilkunde/Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Innere Medizin, Kinderheilkunde und Neurologie in Minden.

Außerdem sind die Querschnittsbereiche Medizin des Alters, Notfallmedizin und Bildgebende Verfahren am Standort Minden verortet. Im Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW) in Bad Oeynhausen sind die Fächer Endokrinologie und Kardiologie sowie die Herzchirurgie, die Kardioanästhesie, die Kinderkardiologie und die kardiale Bildgebung angesiedelt.

Bis zum Studienstart in Ostwestfalen-Lippe sind noch weitere Besuche geplant, um den Studenten einen einfachen Beginn ihrer klinischen Ausbildung zu ermöglichen.

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