Mann versteckt sich in Sattelauflieger

21-jähriger Iraker strandet auf Autohof

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Mediengruppe Kreiszeitung

Porta Westfalica - Bei dem Versuch versteckt auf einem Lkw-Anhänger über Belgien illegal nach England zu gelangen, ist ein aus dem Irak stammender 21-jähriger Mann auf dem an der A2 liegenden Autohof in Porta Westfalica gestrandet. Nach Informationen der Polizei hatten Zeugen am Mittwochabend Klopfgeräusche aus dem Sattelauflieger gehört und den 50-jährigen slowakischen Fahrer informiert. Die verständigte Polizei öffnete daraufhin den verplombten Anhänger und entdeckte den 21-Jährigen.

Nach einer ärztlichen Untersuchung wurde der Mann zunächst zur Polizeiwache nach Minden gebracht. Mit Hilfe der Feuerwehr wurde der mit Lebensmittel beladene Frachtraum erfolglos nach weiteren Personen abgesucht. Eine Vernehmung des für eibne irische Spedition tätigen Fahrers brachte schließlich Licht in die Angelegenheit.

Demnach hatte der 50-Jährige von Skandinavien kommend am Dienstag in der Nähe von Bremen die Ladung übernommen und sollte sie laut Auftrag in England abliefern. Am Abend legte er auf einem Großraumparkplatz in Belgien die erforderliche Pause ein. Am Mittwochmorgen überprüften belgische Sicherheitskräfte wie üblich die dort stehenden Lkw. Da sie dabei nach Angaben des 50-Jährigen zahlreiche in den Laderäumen versteckte Personen festnahmen, überprüfte der Mann die Verplombung an seinem Fahrzeug. Da er Auffälligkeiten feststellte, machte er die Einsatzkräfte darauf aufmerksam. Die entdeckten laut Aussage des Fahrers neun Personen, welche in der Nacht unbemerkt in seinen Laderaum geklettert waren, um so nach England zu gelangen.

Weil die Lebensmittel aus hygienischen Gründen nicht mehr ausgeliefert werden konnten, wurde der Mann beauftragt, die Ladung zur Vernichtung nach Langenhagen bei Hannover zu bringen. Auf dem Weg dorthin machte der Fahrer gegen 20 Uhr Rast in Porta Westfalica. Vermutlich war es dem 21-jährigen Iraker gelungen, sich bei der Kontrolle in Belgien vor den dortigen Beamten zwischen der Ladung zu verstecken. Das sich die Fahrtroute des Lkw zwischenzeitlich änderte, ahnte der junge Mann offenbar nicht.

Noch in der Nacht nahmen die heimischen Ermittler über das Bundeskriminalamt Kontakt mit ihren Kollegen in Belgien auf. Der Fahrer konnte später seine Fahrt fortsetzen. Der 21-Jährige wird nach Abschluss der polizeilichen Überprüfungen dem Ausländeramt überstellt.

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