Laut Feuerwehr geringe Mengen Dimethylterephtalat ausgelaufen / B61 voll gesperrt

Windböe haut Tanklaster mit Gefahrgut um

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Der Sattelzug kam in Petershagen von der B61 ab und kippte auf die Seite. Der Fahrer wurde verletzt.

Petershagen - Ein umgestürzter und mit Gefahrgut beladener Tanklastzug sorgte gestern seit den frühen Morgenstunden auf der B61 in Petershagen für einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Polizei. Der 59-jährige Fahrer erlitt Verletzungen und kam nach notärztlicher Versorgung ins Klinikum Minden. Zuvor hatte die Feuerwehr den Mann durch die Windschutzscheibe aus dem Führerhaus befreit. Der Sattelzug war laut Feuerwehr mit rund 26 Tonnen flüssigem Dimethylterephtalat beladen. Die Bundesstraße war über mehrere Stunden in beide Richtungen gesperrt.

Den Ermittlungen der Polizei zufolge war der Fahrer um kurz vor 4.30 Uhr auf der Bundesstraße in südlicher Richtung unterwegs. Kurz nachdem er die niedersächsische Landesgrenze passiert habe, sei der Sattelzug von einer Windböe erfasst worden, erklärte der Fahrer laut Polizei. Dadurch geriet das tonnenschwere Fahrzeug in Höhe der Einmündung mit dem Schäferweg nach rechts auf den durchweichen Seitenstreifen. Nach rund 50 Metern prallte die Zugmaschine schließlich gegen einen Baum. Dabei kippte das Gespann nach rechts auf die Seite. Nach ersten Feststellungen der Feuerwehr trat offenbar nur eine geringe Menge der Ladung aus. Mitarbeiter des Kreisumweltamtes wurden verständigt. Der Schaden lässt sich gegenwärtig nicht beziffern.

Die Polizei sperrte die Unfallstelle ab. Eine Explosionsgefahr bestand demnach nicht. Wohnhäuser gibt es in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle nicht. Der Lkw-Fahrer hatte zuvor im Raum Nienburg seine Ladung aufgenommen und war auf dem Weg zur A2.

Auf der eingerichteten Umleitungsstrecke ereignete sich im Laufe des Vormittags in Petershagen-Ovenstädt noch ein weiterer Unfall mit einem Lkw. Gegen 9.10 Uhr wurde der Polizei gemeldet, dass auf der Westenfelder Straße ein mit Düngemittel beladener Lkw von der Fahrbahn abgekommen war. Auch in diesem Fall kippte das Fahrzeug auf die Seite. Der Fahrer blieb unverletzt. Dieses Fahrzeug war ebenfalls mit geringen Mengen an Gefahrgut beladen, welche jedoch nicht ausliefen.

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