„Generation Gold“ unterstützt Arbeitssuchende im Kreis / Auch Talente sind bei der Suche nach einem Job hilfreich

Vom Hobby zum Beruf

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Uwe Herrmann fühlt sich in der Goldschmiedewerkstatt seines Chefs in Minden wohl.

Minden - Aus einem handwerklichen Talent eine berufliche Perspektive machen – der ehemalige Arbeitslose Uwe Herrmann hat das geschafft. Mit Hilfe des Beschäftigungspaktes „Generation Gold“ hat der 54-Jährige jetzt wieder eine feste Stelle: Der gelernte Bauingenieur arbeitet beim Mindener Juwelier Döring in dessen Goldschmiedewerkstatt. Darüber berichtet der Kreis Minden-Lübbecke in einer Pressemitteilung.

Uwe Herrmann bringt demnach keinerlei Erfahrung im Goldschmieden mit – allerdings viel Liebe zum Detail und ein geschultes Auge. Und er ist offen für Neues und kontaktfreudig. Aus dem zunächst privaten Kontakt zum Juwelier Thomas Döring ergab es sich, dass der 54-Jährige dessen Werkstatt für Hobbyarbeiten nutzen darf. Dem Juwelier fällt dabei schnell die genaue Arbeitsweise und Handfertigkeit des Bauingenieurs auf. Das Interesse ist geweckt.

Zum Weihnachtsgeschäft 2014 stellt der Juwelier den talentierten Mann als Ergänzung in seiner mehr als 50 Jahre alten Traditions-Goldschmiedemeisterwerkstatt ein, um auch im hektischen Trubel Serviceleistungen rund ums Thema Uhren und Schmuck fachgerecht und zeitnah anbieten zu können. In diesen zwei Monaten überzeugt der neue Mitarbeiter so sehr, dass der Chef nach einer dauerhaften Lösung sucht.

Das Team des Projektes „Weiter mit Erfahrung – Generation Gold im Mühlenkreis“ vom Amt pro-Arbeit Jobcenter des Kreises, an dem Herrmann teilnimmt, bespricht mit dem Arbeitgeber mögliche Optionen der Einstellung. Am Ende bekommt der 54-Jährige einen festen Arbeitsplatz, bei dem er durch Schulungen und Qualifizierungsmaßnahmen angelernt wird.

Bei der Arbeitssuche querdenken

„In unserem Handwerk geht es um Qualität und Genauigkeit. Beides bringt Uwe Herrmann aus seinen vorherigen Tätigkeiten mit. Er hat ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen gepaart mit planerischer Fähigkeit und einer exakten Arbeitsweise“, lobt Chef Döring. „Ein geschultes Auge und Gefühl für Materialien und Oberflächen ist auch mit modernster Technik nicht zu ersetzen“, ergänzt Uwe Herrmann, dem es schon immer wichtig war, „Dinge bis zur Perfektion hinzubekommen“.

Anderen Arbeitslosen rät der 54-Jährige, sich nicht zu Hause zurückzuziehen, sondern aktiv zu werden und bei der Arbeitssuche auch mal querzudenken. Sein eigenes Beispiel zeige: Nicht nur der erlernte Beruf, auch Talente und ein Hobby können bei der Arbeitssuche hilfreich sein.

Der Beschäftigungspakt „Generation Gold“ wird laut Mitteilung der Kreisverwaltung im Rahmen des Programms „Perspektive 50plus“ vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. Ziel ist es, ältere Langzeitarbeitslose bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Weitere Informationen finden Interessierte im Internet. In Minden ist Dankmar Zurmühl Ansprechpartner beim Jobcenter und erreichbar unter Telefon 0571/ 80716204.

www.generation-gold.de

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