44-jähriger Pilot stürzt kurz nach dem Start ab

Drachenflieger bleibt in Baumkrone hängen

Fast vier Stunden dauerte der Rettungseinsatz, nachdem am Sonntag ein Drachenflieger kurz nach seinem Start verunglückt war. - Foto: Feuerwehr Espelkamp

Porta  Westfalica - Glück im Unglück hatte ein 44-Jähriger, als er am Sonntag beim Drachenfliegen abstürzte. Am Sonntagnachmittag ereignete sich der Vorfall nahe der Wittekindsburg in Porta Westfalica-Barkhausen. Der 44-jährige Pilot landete in großer Höhe in den Baumkronen und musste von der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Espelkamp gerettet werden.

Der Drachenflieger aus Kirchlengern hatte großes Glück und blieb bei der Havarie unverletzt, berichtet nun Volker Dau als Pressesprecher der Espelkamper Feuerwehr, die mit zwölf Leuten aus dem Bereich Höhenrettung bei dem Unfall aushalfen. Der Mann war am Nachmittag gegen 13.45 Uhr am Drachenflieger-Platz in Porta Westfalica gestartet.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war das Fluggerät unmittelbar nach dem Start abgesackt und aufgrund einer Windböe in die Baumkronen nahe der Absprungschanze geraten. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des beliebten Ausflugziels Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

Nach der Alarmierung trafen zunächst Einsatzkräfte der Feuerwehr Porta Westfalica an der Unglücksstelle ein. Nach ersten Erkundungsmaßnahmen stellte sich laut Dau heraus, dass sich der abgestürzter Drachenflieger in etwa zwölf Meter Höhe in der Hanglage zwischen zwei Bäumen in den Baumkronen befand. Als erste Sicherungsmaßnahme wurde von der Feuerwehr ein Sprungpolster in Stellung gebracht.

Anfangs erwogen die Helfer, den Piloten aus der Luft mit einem Hubschrauber aus seiner misslichen Lage zu retten. Diese Überlegung wurde aber wegen der gefährlichen Abwinde des Rotors schnell verworfen. Nach Eintreffen der Höhenrettungsgruppe aus Espelkamp konnte umgehend mit dem Aufstieg und zunächst der Sicherung des Patienten begonnen werden.

Aufwändiger Zugang

Aufgrund der ungünstigen Position des Verunfallten in den Baumwipfeln gestaltete sich der Zugang als sehr zeitaufwändig und äußerst schwierig, heißt es im Bericht der Espelkamper Feuerwehr. Gegen 15.24 Uhr konnte endlich die Rückmeldung gegeben werden: „Drachenflieger ist gesichert und Rettungg wird begonnen.“ Nach einer weiteren halben Stunde hatte der Pilot wieder festen Boden unter den Füßen und wurde zur Untersuchung dem Rettungsdienst übergeben.

Im weiteren Einsatzverlauf wurden die Gerätschaften zurückgebaut und das Fluggerät aus dem Baum geborgen. Um 17.50 Uhr war der Einsatz schließlich abgeschlossen. Es waren insgesamt 23 Einsatzkräfte der Feuerwehren Porta Westfalica, Minden und Espelkamp im Einsatz.

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