Beihl und Netzel kandidieren für Landtag, Schäffler für Bundestag

„Ärtzeversorgung durch medizinische Fakultät sichern“

Landtagskandidatin Daniela Beihl (Minden-Lübbecke I) und Landtagskandidat Nikolaus Netzel (Minden-Lübbecke II) sowie Bundestagskandidat Frank Schäffler (links) stellen sich für die FDP im Mühlenkreis zur Wahl. Zur Nominieriung gratulierte Kreisvorsitzender Kai Abruszat (2.v.l.). - Foto: FDP

Minden-Lübbecke - Mit großer Geschlossenheit gehen die Freien Demokraten im Mühlenkreis in die Landtags- und Bundestagswahl 2017. Die Teilnehmer der Kreiswahlversammlung unter der Leitung des Kreisvorsitzenden Kai Abruszat wählten im Hotel Bad Minden Daniela Beihl aus Espelkamp als Direktkandidaten für den Landtagswahlkreis Minden-Lübbecke I und den Hiller Nikolaus Netzel für den Wahlkreis Minden-Lübbecke II. Beide Kandidaten erzielten laut Kreisvorstand einstimmige Wahlergebnisse. Für die Bundestagswahl nominierten die Delegierten mit 96-prozentiger Zustimmung den FDP-Bezirksvorsitzenden in Ostwestfalen-Lippe Frank Schäffler. Er gehörte dem Bundestag bereits von 2005 bis 2013 an.

Die 31-jährige Daniela Beihl ist wissenschaftliche Referentin in der FDP-Landtagsfraktion und sprach sich in ihrer Vorstellungsrede für eine Konzentration der Landespolitik aus eine bessere Bildung aus. „Nicht nur in der wirtschaftlichen Entwicklung ist NRW zurückgefallen, sondern auch in der Bildungspolitik“, wird sie zitiert.

Nikolaus Netzel (34) ist Maschinenbauingenieur bei Harting in Espelkamp. In seiner Vorstellungsrede betonte er die Wichtigkeit der digitalen Infrastruktur im Kreis Minden-Lübbecke. Er kritisierte dabei die Breitbandförderung des Bundes und des Landes. Die Förderung des Breitbandausbaus nur bis 30 Mbit/s sei wenig ambitioniert. „Was heute 30 Mbit/s ist, ist morgen das 56k-Modem und damit von gestern. Für unsere wirtschaftsstarke Region ist ein ambitionierter Ausbau eine Existenzfrage“, so Netzel.

Frank Schäffler (47), Geschäftsführer einer Berliner Denkfabrik, betonte die Notwendigkeit einer medizinischen Fakultät in Ostwestfalen-Lippe. „Wir werden gerade im ländlichen Bereich in den nächsten Jahren sonst einen noch größeren Mangel an Haus- und Fachärzten erleben“, ist er überzeugt. Das jetzt erstmalig 60 Medizinstudenten aus Bochum auch in den Krankenhäusern des Mühlenkreises ausgebildet werden, sei ein erster Schritt, er reiche jedoch nicht aus, um ausgebildete Ärzte hier in der Region zu halten und damit einen „Klebeeffekt“ zu erreichen.

Schäffler ist Spitzenkandidat der OWL-FDP zur Bundestagswahl. Er betonte, dass es bei den anstehenden Wahlen auch um eine grundsätzliche Weichenstellung gehe. Überall greife der Staat immer stärker in die Lebenssituation der Bürger ein und lasse ihnen immer weniger Handlungsfreiheit. Die FDP wolle diejenigen ansprechen, die die Chancen sehen und nicht nur die Gefahren.

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