1200 Feuerwehrleute stellen beim Leistungsnachweis in Hille ihr Können unter Beweis

„Wasser marsch“

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Die Mitglieder der Löschgruppe Espelkamp-Gestringen ließen die Saugleitung beim Löschangriff des Leistungsnachweises in den Container zu Wasser.

Hille - Hille war am vergangenen Sonnabend wieder einmal das Mekka für die Feuerwehren aus dem gesamten Mühlenkreis. Bereits zum 38. Mal veranstaltete der Kreisfeuerwehrverband Minden-Lübbecke seinen Leistungsnachweis auf dem Gelände der Verbundschule. Aus allen Kommunen des Kreisgebietes rückten die Feuerwehren mit ihren Einsatzfahrzeugen an, um ihr Können und ihre Leistungsstärke unter Beweis zu stellen.

Für rund 1200 Feuerwehrmänner und -frauen hieß es wieder, Schläuche ausrollen, Saugleitungen kuppeln, Knoten anfertigen, Befehle vom Gruppenführer umsetzen und schließlich geben, um die simulierten Zielfeuer abzuschießen. Im feuerwehrtechnischen Teil mussten die Feuerwehrleute beim Löschangriff eine Nassübung innerhalb von fünf Minuten unter Vornahme eines Schaumrohrs und eines C-Rohrs durchführen. Hier galt es, als Team zusammenzuarbeiten und jeden Handgriff zu beherrschen. Denn Fehler wurden von den Schiedsrichtern sofort gesehen und in die Fehlerlisten aufgenommen. Für die meisten Gruppen lief aber alles wie am Schnürchen, denn die Feuerwehrleute sind zum Teil seit vielen Jahren dabei und hatten sich zudem schon seit ein paar Wochen bei Übungsdiensten vorbereitet.

Der Leistungsnachweis in Hille ist für die Feuerwehren ein fester Termin im Jahreskalender und erfreut sich bei den jungen und alten Kameraden immer noch großer Beliebtheit. Seit 1978 werden im Kreis Minden-Lübbecke Leistungsnachweise für die Feuerwehren veranstaltet. Der Leistungsnachweis soll dazu beitragen, die Schnelligkeit der Feuerwehrangehörigen zu steigern und die Sicherheit bei der Handhabung der Geräte zu fördern. Zudem sollen das feuerwehrtechnische Wissen vertieft und die Kameradschaft ausgebaut werden.

Neben dem Löschangriff mussten die Gruppen oder Staffeln auch ihre Fähigkeiten beim Anlegen der Knoten und Stiche, beim sportlichen Teil und bei der Beantwortung der Fragen unter Beweis stellen. Am Knotengestell mussten in drei Minuten ein Achterknoten, ein Mastwurf und ein Zimmermannsstich fachgerecht ausgeführt werden. Auch hier galt es, fehlerfrei zu bleiben, denn am Ende aller vier Übungen durften nicht mehr als 15 Punkte auf der Fehlerliste stehen. Beim sportlichen Teil mussten die Feuerwehrleute ihre körperliche Leitungsfähigkeit beweisen. Innerhalb von zwei Minuten musste ein Staffellauf von 450 Metern absolviert werden. Anschließend galt es, aus einem Fragenkatalog des Verbandes der Feuerwehren NRW drei feuerwehrbezogene und allgemeine Fragen zu beantworten.

Kreisbrandmeister Michael Schäfer sowie seine Stellvertreter Thomas Podschadly und Gerhard Lohmeier zeigten sich sehr zufrieden mit dem guten Leistungsstand der Feuerwehren im Mühlenkreis. „Der Leistungsnachweis ist auch in diesem Jahr wieder gut verlaufen und wir freuen uns, dass alle teilnehmenden Feuerwehren die Übungen erfolgreich bestehen konnten“, zog Podschadly als technischer Leiter der Veranstaltung ein positives Resümee.

Als Lohn für die Mühen und das tagelange Üben erhalten die Feuerwehrleute nach Auswertung der Ergebnisse entsprechend der Anzahl der Teilnahmen Leistungsabzeichen und Urkunden. Einige wenige Kameraden können im Kreis sogar auf mehr als 30 Teilnahmen beim Leistungsnachweis zurückblicken.

tf

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