„Ehemalige Soldaten“ feierten Jubiläum

Meilenstein in der Geschichte

Sprachen Grußworte und gratulierten Reinhard Meyrose (3.v.r.) zum 125-jährigen Bestehen der Kameradschaft ehemaliger Soldaten Pr. Ströhen (von links): Markus Oesterley und Heinrich Eikenhorst von der Stadtsparkasse Rahden, stellvertretender Bürgermeister Wilhelm Kopmann, Ratsfrau Bianca Winkelmann, stellvertretende Landrätin Kirstin Korte, Ortsvorsteher Hermann Seeker, Ratsherr Torsten Kuhlmann und Pfarrer Roland Mettenbrink.

Pr. Ströhen - (ges) · Den bisherigen Highlights in der langen Geschichte der Kameradschaft ehemaliger Soldaten Pr. Ströhen fügt sich ein weiterer Meilenstein nahtlos an: Mit weit mehr als 200 Gästen feierte die älteste Vereinigung in der Ortschaft – wie berichtet – in einem würdigen Rahmen ihr 125-jähriges Bestehen.

        Für Vorsitzenden Reinhard Meyrose, der zuvor schon viel Lob und Anerkennung von den Ehrengästen eingeheimst hatte, Grund genug, um im Geschichtsbuch der 1885 als „Krieger- und Landwehr-Reserve-Verein Ströhen“ gegründeten Kameradschaft zu blättern. Zunächst nannte er aber die wichtigsten Aufgaben der Jubiläumsvereinigung: „Die Gedenkstätten für die Gefallenen der Weltkriege zu pflegen und in Ehren zu halten, die Kameradschaft und das Vereinsleben in Pr. Ströhen zu beleben und den Schießsport zu fördern.“

Als ersten Vorsitzenden nach der Gründung nannte Meyrose Wilhelm Rohlfing Nr. 62. Hermann Langhorst Nr. 42, Heinrich Beckmeyer Nr. 36 sowie der Kaufmann und Gastwirt Christian Bergmann Nr. 108 hätten dem ersten Vorstand als Schriftführer, Kassierer und Beisitzer angehört. Zahlreiche Teilnehmer der kriege von 1864/66 und 1870/71 seien während der Gründungsversammlung der Solidargemeinschaft beigetreten. „Laut Satzung fühlten sie sich der Pflege vaterländischer Traditionen und der Kameradschaft untereinander verbunden.“ Noch im ersten Vereinsjahr sei die Zahl der Mitglieder auf mehr als 80 angestiegen und gut ein Jahr nach der Gründung die erste Fahne geweiht worden. Erst vor zehn Jahren habe eine neue Vereinsfahne das alte Tuch aus der Gründerzeit abgelöst. Bürgermeister Bernd Hachmann habe im Jahre 2000 die neue Fahne feierlich geweiht. Die alte Fahne, die 1945 beim Einmarsch der Alliierten in der Immanuel-Kirche versteckt worden war, habe seitdem einen Ehrenplatz im Vereinslokal Bergmann.

Meyrose erinnerte auch daran, dass sich die Kameradschaft für den Bau von Gedenkstätten für die Kriegstoten eingesetzt habe. Das am 25. September 1920 eingeweihte Ehrenmal im Zentrum der Ortschaft zwischen Buschendorf und Müller stehe heute unter Denkmalschutz. Die neue Gedenkstätte im „Speukebusch“ sei am Volkstrauertag 1959 seiner Bestimmung übergeben worden.

Stolz verwies der Vorsitzende auf die mit finanzieller Unterstützung der Stadtsparkasse Rahden erstellte Festschrift und bedankte sich in dem Zusammenhang bei Wilhelm Horstmann, Johannes Bergmann und Fritz Langhorst für die Mitgestaltung des kleinen Geschichtsbuches.

Dank sagte er zudem allen Ehrengästen für ihre wohlwollenden Grußworte, der Stiftung „Standort: hier“, der Volksbank Lübbecker Land und der Privatbrauerei Barre in Lübbecke sowie Vereinswirtin Hannalore Bergmann und Festwirt Jens Buschendorf für die gute Zusammenarbeit.

Zuvor hatte stellvertretende Landrätin Kirstin Korte für den Mühlenkreises herausgestellt, dass es in der 125-jährigen Geschichte der Vereinigung Höhen und Tiefen, Krisen und glanzvolle Epochen gegeben habe. „Auch die Kameradschaft ehemaliger Soldaten ist einer der Motoren unserer Gesellschaft“, betonte sie.

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