Konsens zwischen Rahden, Espelkamp und Stemwede erzielt / Schüler sollen auf andere Schulen verteilt werden

Martinsschule schließt 2011

Entscheidung gefällt: Die Martinsschule in Espelkamp schließt zum Sommer 2011.

ESPELKAMP · Es deutete sich schon an, jetzt ist es beschlossene Sache: Die Martinsschule, eine gemeinsame Einrichtung der Kommunen Rahden, Espelkamp und Stemwede, wird mit Ablauf des Schuljahres 2010/2011 schließen.

Das beschloss jetzt die Versammlung des Förderschulverbandes mit 13 „Ja“-Stimmen bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen im Sitzungssaal des Espelkamper Rathauses.

Die Weichen für diese viel diskutierte Entscheidung wurden schon im Juni bei der letzten Versammlung gestellt, als dem Vorstand mit auf den Weg gegeben wurde, Verhandlungen mit der Förderschule Pestalozzischule in Lübbecke aufzunehmen, um eventuell die Martinsschüler dort weiter zu unterrichten.

Zu Beginn des laufenden Schuljahres wurden in Espelkamp schon keine neuen Schüler mehr aufgenommen. Zurzeit besuchen noch 66 Kinder die Martinsschule, davon kommen 35 aus Espelkamp, 15 aus Rahden, 13 aus Stemwede, eins aus Lübbecke, eins aus Stemshorn und eins aus Bad Oeynhausen.

Im Juli 2011 werden voraussichtlich 18 Schüler entlassen, berichtete Schulleiterin Margrit Schwarz-Eggeling dem Verbandsgremium. Damit es für die Kinder reibungslos weitergeht, ist angedacht, diese größtenteils in der Pestalozzischule Lübbecke zu beschulen, die speziell auf die Bedürfnisse der Kinder eingerichtet ist. Prinzipiell ist die Lübbecker Schule bereit, einen Großteil der dann noch 48 Kinder aufzunehmen. Nach bisherigen Überlegungen könnten das 17 Kinder sein.

Für die Bischof-Hermann-Kunst-Schule im Steil-Hof kämen sieben Kinder in Frage, eine Integration in die Espelkamper Hauptschule wäre für zwölf Jungen und Mädchen denkbar. In die Hauptschule Rahden könnten fünf Kinder und in die Hauptschule Stemwede ein Kind gehen.

Das Lehrerkollegium besteht im letzten Schuljahr aus sechs Klassenlehrern, einer Fachlehrerin und der Direktorin. Hinzu kommen ein Sozialarbeiter, der Hausmeister und eine Sekretärin.

Über Letztere berichtete Espelkamps Bürgermeister Heinrich Vieker, dass sie jetzt von der Stadt Espelkamp angestellt worden ist. Für den Sozialarbeiter und den Hausmeister will der Verband eine passende berufliche Lösung finden. Einen Beschluss gab es dazu aber nicht.

Der gemeinsame Förderschulverband soll vorerst bestehen bleiben, das heißt, dass die Gemeinden Espelkamp, Rahden und Stemwede gemeinsam dem Lübbecker Verband beitreten würden, der zurzeit die Pestalozzischule trägt.

Hier gehen auch Kinder aus Pr. Oldendorf und Hüllhorst zur Schule. Lübbecke hat diese Lösung für zunächst drei Jahre zugesagt, erklärte Friedrich Schepsmeier aus Rahden, der die Sitzung leitete.

Zuvor hatte Förderschulrektorin Margit Schwarz-Eggeling haarklein die Schulsituation an der Martinsschule erläutert. Besonders bemängelte sie im Namen des Kollegiums, dass die Pilotprojektphase an der Schule so nicht weiter geführt werden könne, und mittendrin abgebrochen wird.

Insgesamt sei viel Engagement und Herzblut investiert worden, um den Kindern eine optimale Startmöglichkeit ins Leben zu ermöglichen. Das Lehrpersonal soll übrigens an anderen Schulen entsprechend eingesetzt werden, wo genau, wurde nicht deutlich.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Löw-Team bucht EM-Ticket - "Sehr zufrieden"

Löw-Team bucht EM-Ticket - "Sehr zufrieden"

Jahrestag der Proteste: "Gelbwesten" demonstrieren in Paris

Jahrestag der Proteste: "Gelbwesten" demonstrieren in Paris

Baerbock und Habeck erneut an die Spitze der Grünen gewählt

Baerbock und Habeck erneut an die Spitze der Grünen gewählt

Jugendliche gestalten Volkstrauertag in Verden

Jugendliche gestalten Volkstrauertag in Verden

Kommentare