In Oppenwehe packten Eltern mit an

Das marode Spielgerät demontiert

Kindergartenleiterin Vanessa Heidemann (rechts) und die fleißigen Mütter wurden beim Kraut jäten und Beschneiden von Sträuchern von den Kindern Connor, Terence, Jonah, Jesko und Jindra unterstützt.

Oppenwehe - (ges) · Annähernd 20 Väter und Mütter rückten am frühen Sonnabendmorgen zu einem Arbeitseinsatz beim evangelischen Kindergarten in Oppenwehe an. Auf Initiative des Elternrates und der Einrichtungsleitung führten sie rund um den Kindergarten den jährlichen „Frühjahrsputz“ durch und demontierten das „in die Jahre gekommene“ Holzspielgerät im Außengelände.

        Die Helferinnen und Helfer hatten nicht nur leichtes Gartengerät wie Scheren, Harken, Schaufeln und Schiebkarren, sondern auch Trecker mit Frontladern und Motorsägen mitgebracht. Zudem waren einige Kinder da, die insbesondere ihren Müttern zur Hand gingen.

Während sich die Männer voller Tatendrang daranmachten, um das marode Holz der Matschanlage, Wippe, Brücke mit Spielhäuschen und die Palisaden der als Spielecken genutzten Holzlauben abzubauen, harkten die Mütter Laub zusammen, jäteten Unkraut, setzten Pflanzen um und beschnitten Sträucher. „Die Geräte waren teilweise schon 17 Jahre Wind und Wetter ausgesetzt und entsprachen zuletzt nicht mehr den Sicherheitsanforderungen“, berichtete Vanessa Heidemann, seit neun Monaten Leiterin der Tageseinrichtung für Kinder in Oppenwehe, am Rande des Arbeitseinsatzes. „Sicherheit ist bei der Betreuung von Kindern ganz wichtig, insbesondere auch beim Umgang mit unter dreijährigen Mädchen und Jungen“, sagte sie weiter. Deshalb seien regelmäßige Überprüfungen des Spielgeräte dringend erforderlich, betonte sie. Die letzte habe gemeinsam mit einem Sicherheitsexperten des TÜV stattgefunden. Dabei seien dann die erheblichen Mängel festgestellt worden.

Lob zollte sie den Eltern, die sofort ihre Unterstützung bei der Demontage des alten Geräts zugesagt hätten. „Hut ab. Wir haben hier sehr engagierte Eltern. Das gemeinschaftliche Denken und Handeln mit ihnen ist mir sehr wichtig“, beteuerte Vanessa Heidemann. „Auch beim Aufbau der neuen Spielgeräte wollen die Eltern helfen.“

Erste Vorschläge zur Ersatzbeschaffung hat der TÜV-Experte bereits gemacht und zugesagt, die Montage fachlich zu begleiten. Aufgestellt werden sollen eine neue Schaukel und Geräte zum Klettern, der Sandkasten wird erheblich erweitert, und eine Matschanlage soll es auch wieder geben, allerdings nicht als Turmbau, sondern in Kinderhöhe. „Und für die unter dreijährigen Kinder planen wir einen spezieller Kleinkinderbereich, in den sie sich zurückziehen können“, kündigte die Kindergartenleiterin an.

Weil die Erneuerung der Spielgeräte aus dem Regel-etat des Kindergartens nicht zu finanzieren gewesen wäre, muss der Löwenanteil der Kosten („eine größere sechsstellige Summe“) durch Spenden aufgebracht werden, die bereits im vergangenen Jahr anlässlich des Sommerfestes eingegangen sind. Zudem wurde der Erlös der letztjährigen Veranstaltung zurückgelegt, und inzwischen sind noch weitere Spenden eingegangen – u.a. ein Teil des Erlöses vom jüngsten Secondhand-Basar im Gemeindehaus.

Am kommenden Sonnabend geht es mit den Arbeiten weiter. Dann haben erneut zahlreiche Eltern ihre Mithilfe zugesagt, und ein örtliches Tiefbauunternehmen stellt einen Minibagger zur Verfügung. Gleichzeitig soll der gesamte Außenbereich durch Anpflanzungen „frühlingsfrisch“ gestaltet werden. Wenn die Baggerarbeiten abgeschlossen sind, ist auch eine Neueinsaat des Rasens vorgesehen.

„Mit dem Austausch des Spielgerätes ist erst eine von mehreren Baustellen im Kindergarten abgeschlossen“, weiß Vanessa Heidemann. Sie hofft, dass die Spielmöglichkeiten vom neuen Kindergartenjahr an von den 71 Mädchen und Jungen von drei bis sechs Jahren sowie den sechs Kindern unter drei Jahren, die von August an den evangelischen Kindergarten in Oppenwehe besuchen, genutzt werden können.

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