Ehrenamtliches Engagement für Menschen mit Behinderung

„Es macht mir Spaß“

Charlotte und Frederica in „ihrer“ Gruppe. Sie wollen sich auch weiterhin engagieren.

Stemwede - (ha) · Ehrenamtliches oder soziales Engagement, Freiwilligenarbeit, Zeit spenden – die unterschiedlichen Begriffe beschreiben das Engagement, das Menschen in den verschiedenen Vereinen und Initiativen leisten. Das Thema haben auch zwei Jugendliche aus Stemwede ernst genommen. Sie kümmern sich ehrenamtlich um die Freizeitgestaltung in einem Wohnheim in Wehdem.

In Deutschland engagieren sich bundesweit mehr als ein Drittel der Menschen ehrenamtlich. Mit dem Projekt „Ehrenamtliches Engagement“ will die Lebenshilfe Lübbecke das Engagement für Menschen mit Behinderung unterstützen und Mitbürgern die Möglichkeit eröffnen, die Arbeit der Behindertenhilfe mitzugestalten.

Zwei Schwestern besuchen seit September freitags die Bewohner des „Hauses Buschgarten“ in Wehdem. Sie bieten Gesellschaftsspiele an, basteln und backen gemeinsam. Bei den Bewohnern sind die beiden 13-jährigen Mädchen gern gesehene Gäste. Charlotte und Frederica sind Teilnehmerinnen des Schulprojektes „helfen lernen“. Das Projekt bietet Schülern der siebten bis neunten Jahrgangsstufe die Möglichkeit, sich freiwillig zu engagieren, soziale Kompetenzen zu üben, in Lebensbereiche „hineinzuschnuppern“, die ihnen bislang unbekannt sind.

Sie können so viel über sich selbst und über andere lernen, Selbstvertrauen aufbauen aber auch Grenzen erfahren. Neben dem Wirken mit und für andere Menschen und dem Trainieren von Sozialkompetenzen im Umgang mit dem Anderen, wird auch der Erhalt von Anerkennung für das eigene Handeln und Akzeptanz der eigenen Person erlebt.

Natürlich erhalten die Jugendlichen bei ihrem Engagement Unterstützung: Das Projektteam und die Einsatzstellen begleiten sie. „Helfen lernen“ wird während eines Schulhalbjahres angeboten. Die freiwilligen Teilnehmer erhalten zum Abschluss ein Zertifikat, das auch für Bewerbungen von Bedeutung sein kann. Auf Grund des großen Erfolges will die Koordinationsstelle für ehrenamtliches Engagement dieses Projekt auch an anderen Schulen initiieren.

Für Charlotte und Frederica steht auf jeden Fall fest, dass sie weitermachen wollen, weil die Bewohner des „Hauses Buschgarten“ auf sie warten und sich freuen.

Dass sich soziales Engagement lohnt, erleben auch andere Ehrenamtliche bei der Lebenshilfe Lübbecke: „Ich gehe jede Woche wieder gerne in „meine“ Einrichtung“ „Es macht mir Spaß zu helfen“ und „Ich weiß nicht, ob ich mehr gebe oder mehr zurück bekomme“, stellen ehrenamtlich Engagierte wie Brigitte Grote, Natalie Harms-Miller, Ute Droste und Monika Bösch fest. Der Einsatz für Menschen mit Behinderung ist eine Bereicherung für alle.

Die Lebenshilfe Lübbecke wurde selbst durch eine Elterninitiative gegründet und lebt bis heute insbesondere auf der Vorstandsebene sowie bei der Angehörigen- und Elternarbeit vom ehrenamtlichen Engagement. Im Mittelpunkt der Lebenshilfearbeit stehen die Menschen mit Behinderung und ihre Familien.

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