Projekt „Rotary Inklusiv“ in Planung

Brücke in Arbeitswelt

Swen Binner (v.l.), Holger Brand, Georg Droste, Nicole Spengemann, Horst Bohlmann, Bernd Wlotkowski und Andreas Winkelmann wollen helfen, Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
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Swen Binner (v.l.), Holger Brand, Georg Droste, Nicole Spengemann, Horst Bohlmann, Bernd Wlotkowski und Andreas Winkelmann wollen helfen, Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Lübbecke - Der Rotary Club Lübbecke/Westfalen und die Lübbecker Werkstätten planen ein neues Projekt „Rotary Inklusiv“. Hierbei sollen in den nächsten zwei Jahren 20 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen werden. Die Initiatoren wollen Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit geben, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ihre Fähigkeiten zu erproben und sie für neue Tätigkeitsbereiche zu qualifizieren. Außerdem wollen sie potentielle Arbeitgeber motivieren, Arbeitsplätze bereit zu stellen.

Menschen mit Behinderungen, die in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung beschäftigt werden, haben nur selten die Chance, in Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes zu wechseln. Als geeignete Maßnahme zur Förderung des Übergangs hat sich laut Initiatoren die Erprobung in Betriebspraktika sowie die Beschäftigung auf einem ausgelagerten Arbeitsplatz in heimischen Betrieben erwiesen. Außenarbeitsplätze stellten ein wichtiges Bindeglied zur regulären Arbeitswelt dar, weil sich hier Menschen mit und ohne Behinderung begegnen, miteinander arbeiten und voneinander lernen könnten.

Bausteine des Projektes sind unter anderem die Initiierung eines unentgeltlichen, zeitlich befristeten Erprobungspraktikums, die Bereitstellung eines ausgelagerten Arbeitsplatzes durch den Arbeitgeber nach erfolgreichem Praktikum und eine fachliche Begleitung und Qualifizierung von Beschäftigten und Arbeitgebern während des Praktikums sowie auf dem Außenarbeitsplatz. Bei erfolgreichem Verlauf soll überprüft werden, ob eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in dem Unternehmen auf Dauer möglich ist.

Geführt wird dieses Projekt durch eine Projektgruppe unter Leitung von Georg Droste mit Vertretern der Lübbecker Werkstätten und Mitgliedern des Rotary Clubs Lübbecke/Westfalen. Das Projekt soll teils aus öffentlichen Mitteln und teils aus Spenden des Rotary Clubs finanziert werden. Präsident Holger Brand freut sich über die positive Entwicklung und hat entschieden, dass die Überschüsse aus dem Benefizkonzert am vergangenen Samstag in der Stadthalle Lübbecke für dieses Projekt bereitgestellt werden.

Bernd Wlotkowski, Geschäftsführer der Lübbecker Werkstätten, freut sich über die Nutzung des Netzwerkes des Rotary Clubs. Hier erfolge direkte Hilfe zur Beschäftigung, Qualifizierung und beruflicher Bildung von Menschen mit Behinderung. Er sieht in dieser Vorgehensweise einen sehr sinnvollen Weg in Richtung Inklusion.

Horst Bohlmann, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Lübbecke, betont, dass Inklusion eines der Schwerpunktthemen der Lebenshilfe Lübbecke ist. Sie bewirke eine Veränderung im Denken und Handeln. Niemand werde ausgeschlossen. Rotary helfe, direkt Brücken zu bauen, und gebe den Menschen eine Chance zur Teilhabe an Arbeit, so Bohlmann.

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