Mit Schägereien, Randalen und Feuer ins neue Jahr

Minden-Lübbecke - Das neue Jahr begann für die Polizei im Kreis Minden-Lübbecke mit viel Arbeit. In der Silvesternacht und am Neujahrstag mussten die Ordnungshüter zwischen 18 und 8 Uhr zu mehr als 120 Einsätzen ausrücken.

„Insbesondere in der Zeit zwischen 3 und 9 Uhr klingelten die Notrufe bei der Einsatzleitstelle fast ununterbrochen“, berichtet die Polizei. Der Schwerpunkt der Einsätze lag den Beamten zufolge bei Schlägereien, Randalen, Sachbeschädigungen und Bränden.

So ging zum Beispiel vor dem Jugendzentrum in Espelkamp ein Streitschlichtungsversuch eines 20-Jährigen schief. Er wurde von einem 17-jährigen Schüler angegriffen, mit einem Messer bedroht und geschlagen. Er erlitt Platzwunden im Gesicht. Der Tatverdächtige konnte ermittelt werden und das Messer wurde sichergestellt.

Eine größere Schlägerei meldete der Sicherheitsdienst einer Gaststätte am Mindener Markt gegen 6.30 Uhr. Die Stimmung war aggressiv und provokant, berichtet die Polizei. Nach Streitigkeiten schlugen und traten zwei 24- und 26-jährige Tatverdächtige auf einen 25-jährigen ein. Darüber hinaus fügten sie ihm mit einem Messer eine Schnittwunde im Gesicht zu. Der Geschädigte wurde schwer verletzt mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Die beiden Tatverdächtigen flüchteten, konnten aber später von der Polizei festgenommen werden. Die 24- und 26-jährigen hatten beide Alkohol getrunken.

Alkohol war auch bei einem Vorfall in Porta Westfalica im Spiel: Auf der Hausberger Straße hielten sich zwei betrunkene 22- und 19 Jahre alte Fußgänger auf der Fahrbahn auf und nötigten einen 18-jährigen Autofahrer anzuhalten. Der 22-Jährige lief über dessen Fahrzeug, beschädigte es und flüchtete. Der Autofahrer und sein Beifahrer verfolgten die Beiden und stellten sie zur Rede. Es entwickelte sich eine Schlägerei, die erst durch den Einsatz von mehreren Streifenwagenbesatzungen und einem Diensthundführer beendet wurde. Der 22-jährige Täter flüchtete zwar noch, konnte allerdings durch Diensthund „Nitro“ in unmittelbarer Nähe gestellt werden.

Kurios: Auf der Polizeiwache in Minden erschien in den frühen Morgenstunden eine volltrunkene männliche Person. Sie war aufgrund ihres Alkoholgrades nicht mehr in der Lage sich zu artikulieren und wurde in Schutzgewahrsam genommen. Die Identität steht bis dato nicht fest. Die Polizei hofft, Licht ins Dunkle zu bringen, wenn sie ihren Rausch ausgeschlafen hat.

Glück im Unglück hatte eine 19-jährige Autofahrerin am Neujahrsmorgen in Minden: Sie befuhr die Kutenhauser Straße mit ihrem Opel und wich einem Tier auf der Fahrbahn aus. Dabei verlor sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug und prallte frontal gegen einen Baum. Sie blieb unverletzt; am Auto entstand schwerer Sachschaden.

In Porta Westfalica wurde ein 52-jähriger Mann in der Silvesternacht Opfer eines Wohnungseinbruchs. Die Täter nutzten seine Abwesenheit aus, zerstörten das Fensterglas der Terrassentür und drangen ein. Sie entwendeten Bargeld und ein Portemonnaie.

In Veltheim, Driftenstraße, brannte aus unbekannter Ursache ein ehemaliger Hühnerstall komplett ab. Das Feuer wurde durch die Löschgruppe Veltheim-Möllbergen gelöscht.

Vor einer Gaststätte in Bad Oeynhausen kam es zu einer Schlägerei zwischen einem Türsteher und einem Gast, dem der Zutritt verwehrt wurde. Der 21-jährige Gast setzte dabei Reizgas ein. Beide erlitten leichte Verletzungen.

Unbekannte zündeten in einem Altkleidercontainer auf der Volmerdingsener Straße einen Feuerwerkskörper. Der Container brannte völlig aus und musste von der Feuerwehr gelöscht werden. In Eisbergen warfen Unbekannte einen Knallkörper in einen Aluminiumbriefkasten eines Einfamilienhauses und zerstörten ihn dabei.

Insgesamt mussten sechs Sachbeschädigungen, zehn Körperverletzungsdelikte und Schlägereien, neun Beschwerden über Ruhestörungen, sieben Randalierer sowie neun durch Feuerwerkskörper verursachte Brände bearbeitet werden. Kreisweit verbrachten sechs Personen die Nacht im Polizeigewahrsam.

Bei zahlreichen Verkehrskontrollen wurden insgesamt 67 Fahrer auf Alkohol- und Drogenkonsum überprüft. Zwei wurden dabei positiv getestet. Nach Blutprobenentnahmen müssen sie jetzt um ihre Fahrerlaubnis bangen.

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