Wassereinbruch in Bugstrahlraum / Bundeswasserstraße gesperrt

Schiffshavarie auf Mittellandkanal

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Wassereinbruch beim Motorschiff Nawatrans VI.

Lübbecke - Von Hubert Dutschek. Dank eines massiven Pumpeneinsatzes haben die Feuerwehren Lübbecke und Espelkamp am Samstagabend das Sinken eines havarierten Motorschiffes auf dem Mittellandkanal bei Lübbecke verhindert.

Gegen 18 Uhr hatte der Führer der „Nawatrans VI“, die in Richtung Minden unterwegs war, einen Wassereinbruch in den Bugstrahlraum bemerkt und die Revierzentrale des Wasser- und Schiffahrtsamtes informiert. Das mit 1 450 Tonnen Konverterkalk, einem Düngestoff, beladene Schiff machte östlich von Lübbecke an der Spundwand in der Nähe der Brücke Heuweg fest. „Wir konnten durch den Einsatz von fünf Pumpen das Schiff halten. Es gelang uns, das durch eine Leckage einströmende Wasser herauszufördern und den Pegelanstieg zu stoppen“, berichtete Maik Entgelmeier, Einsatzleiter der Feuerwehr Lübbecke.

Mit einem Feuerwehrboot wurde vorsorglich eine Ölsperre um das Schiff gezogen. „Bislang haben wir keinen Austritt von Betriebsstoffen. Wir kontrollieren laufend“, sagte Entgelmeier am Abend. Ab 18.15 Uhr wurde eine Sperrung der Bundeswasserstraße veranlasst. Konstantin Heidrich, zuständiger Außenbezirksleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes aus Bad Essen, koordinierte die Maßnahmen vor Ort. „Das Schiff drohte zu sinken. Das konnte durch den Feuerwehreinsatz verhindert werden. Etwas Wasser ist auch in den Laderaum eingedrungen.“

Es wurde zunächst vermutet, dass die Leckage durch eine defekte Abdichtung am steuerbordseitigen Bugstrahlruder entstanden war. Ein Taucher einer Fachfirma aus Hille ging der Sache auf den Grund. Er stelle beim Tauchgang fest, dass im vorderen Bereich der Kimm (Mittellinie) der Rumpf eingedrückt war. Durch einen 20 Zentimeter langen und fünf Zentimeter breiten Riss strömte Wasser in den Innenraum. Möglicherweise war das Motorschiff über einen Stein gefahren.

Wassereinbruch auf Binnenschiff

Gegen Mitternacht konnten die Feuerwehrkräfte zurückbauen und teilweise abrücken. „Die Fachfirma konnte das Leck allerdings nur von innen mittels Dichtmaterial und einer Versteifung durch eine Stütze abdichten. Der Besatzung wurde auferlegt, regelmäßig auf Wassereintritt zu kontrollieren“, erläuterte Heidrich. Hätte das Leck nicht vor Ort abgedichtet werden könne, hätte das Schiff laut Heidrich noch in der Nacht im Hafen Lübbecke geleichtert werden müssen.

Am Sonntagmorgen gegen 10 Uhr rückte die Feuerwehr erneut an, um die Ölsperre einzuziehen. Die „Nawatrans VI“ wird voraussichtlich erst am Montagmorgen die Fahrt in Richtung Minden fortsetzen. Vor der Reparatur in einer Mindener Werft muss das Schiff in Minden entladen werden. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur Klärung der Havarieumstände aufgenommen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Nawatrans 6 zu sinken drohte. Bereits im Jahr 2014 hatte es einen Vorfall gegeben, bei dem der Untergang des Binnenschiffes nur knapp verhindert werden konnte.

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