Kreishandwerkerschaft Wittekindsland spricht Handwerkslehrlinge los

Im Mühlenkreis gebraucht

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Die besten Auszubildenden erhielten für ihre besondere Leistung eine Buchprämie.

Lübbecke - In einer stimmungsvollen Feier wurden am Donnerstagabend 78 Handwerkslehrlinge der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland in der Lübbecker Stadthalle losgesprochen. Anwesend bei dem Festakt waren neben den Bürgermeistern oder ihren Stellvertretern weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Alle Redner gratulierten den Gesellinnen und Gesellen des Handwerks zur bestandenen Prüfung und wünschten ihnen für ihren beruflichen und privaten Lebensweg alles Gute.

Das Handwerk sei noch immer ein unverzichtbarer Bestandteil der Wirtschaft und gute Handwerker würden überall gebraucht, waren sich alle Redner einig. Kreishandwerksmeister Karl Kühn und seine Nachredner betonten vor allem, wie wichtig Weiterbildung heutzutage sei. Handwerksgesellen hätten aber gute Berufschancen, da sich bereits jetzt der Fachkräftemangel, bedingt durch den demographischen Wandel, bemerkbar mache, so Kühn. Die stellvertretende Landrätin Kirstin Korte sprach von der Digitalisierung, die mittlerweile auch das Handwerk erreicht habe und die Gesellen vor neue Herausforderungen stelle. Sie appellierte an die jungen Menschen, möglichst in der Region zu bleiben, da gerade hier Handwerker gebraucht würden.

Auch ihr Nachredner Stefan Becker, Schulleiter des Berufskollegs Lübbecke, betonte den Stellenwert der Digitalisierung im Handwerk und die damit verbundenen Veränderungen im Arbeitsleben. Die internationale Kommunikation übers Internet wirke sich ebenso im Geschäftsleben aus. Daher würden die Auszubildenden auch in den „soft skills“ unterwiesen, so Becker. Selbständigkeit, Flexibilität und Eigenverantwortlichkeit seien die drei Tugenden im Berufsleben. Zum Schluss seines Grußworts appellierte der Schulleiter an die Gesellen, sich durch Fortbildungen und neue Qualifikationen beruflich weiter zu entwickeln.

Dann erhielten die Handwerkslehrlinge endlich ihre Gesellenbriefe. Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Thomas Brinkmann war zufrieden mit der Durchfallquote von nur 11,36 Prozent (demnach hatten zehn Prüflinge nicht bestanden). In gewohnt humorvoller Weise, aber dieses Mal im Karnevalshut und – da Weiberfastnacht war – auch mit verstümmeltem Schlips, erzählte er zu den einzelnen Berufssparten Anekdoten und Witze. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von dem Saxophon-Terzett der Musikschule Pro Musica unter Leitung von Anja Vehling. Anschließend feierten die Gesellen und ihre Angehörigen noch ausgiebig ihren Erfolg.

Eine Buchprämie für außerordentliche Leistungen erhielten Johannes Derksen, Julian Jachmann, Christoph Knollmann, Jannik Nehl, Franziska Niermann, Björn Droste und Fabian Knaup (or den innungseigenen Prüfungsausschüssen geprüft) sowie Alberto de Brito Fernandes, Tara-Luise Winkelmann, Erik Ottow, Simon Suckau, Philipp Coors und Waldemar Schwarz (vor den Prüfungsausschüssen der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld geprüft).

IL

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