Tansanier und Ungarn besuchen Kirchenkreis und lernen andere Kulturen kennen

Kommunikation klappt trotz Sprachbarrieren

Nicht nur Chorproben und Ausflüge standen auf dem Programm. Auch am Kulturaustausch hatten alle viel Spaß. Gemeinsam trommeln Faith, Restuta, Zaed, Pfarrerin Martina Nolte-Bläcker, Joyce, Alicia, Philbert, Dastan, Edison und Gastone - Foto: Witte

Pr. Oldendorf - Partnerschaften sollten gepflegt werden und am besten gelingt dies, wenn man bei gegenseitigen Besuchen einen Kulturaustausch betreibt. Nicht nur eine Gruppe der tansanischen Partnergemeinde des Kirchenkreises Lübbecke, sondern auch eine Gruppe der Espelkamper Partnerstadt Nagykörös war daher in den Mühlenkreis gereist.

Pfarrerin Martina Nolte-Bläcker aus Espelkamp, die auch Vorsitzende des Partnerausschusses Tansania des Kirchenkreises ist, freut sich, dass so ein reger interkultureller Jugendaustausch zustande kommt. Gemeinsam nahmen die Gäste und die Mitwirkenden des Kirchenkreises an einem Workshop im Pollertshof in Pr. Oldendorf teil, wo sie sich auf das „Weite wirkt“-Festival in Halle vorbereiteten.

Genau wie das Festival thematisierte der Workshop das Thema Nachhaltigkeit. Die Tansanier und Ungarn bekamen einen Einblick in die Landwirtschaft der Region durch Besuche des Spargelhofs Winkelmann und eines Milchviehbetriebs. Auch eine Fahrt nach Bielefeld zum Naturkunde-Museum sowie eine Führung durch das WDR-Studio waren Teile des Workshops.

In einer Diskussion zum Thema Ernährung fand Nolte-Bläcker besonders bemerkenswert, dass die Ungarn und Tansanier davon berichteten, dass sie sich zu einem großen Teil selbst versorgen. „Die meisten haben einen eigenen Garten, den sie bewirtschaften“, hat Nolte-Bläcker im gemeinsamen Gespräch herausgehört.

Ebenso habe sich für die Gruppe herausgestellt, dass die Ernährung in den drei Ländern sehr ähnlich ist. Dennoch gebe es einige Besonderheiten. So bemerkten die Ungarn, dass man in Deutschland sehr viel Salat und Kartoffeln esse, wohingegen sie von den Tansaniern erfahren haben, dass dort viel Reis gegessen werde. Der in dieser Region beliebte Spargel war den Gruppen aus den Partnergemeinden vollkommen unbekannt.

Nicht nur das Thema Nachhaltigkeit war Teil des Workshops, denn der Kirchenkreis trat mit seinen Gästen auch auf dem „Weite wirkt“-Festival in Halle auf. Zusammen mit Sabine Matthäus hat die Gruppe einen Chor gebildet. Die Lieder wurden teilweise von den Gruppen in den Landessprachen gesungen, und bei einigen Liedern wirkten alle gemeinsam mit.

„In der bisherigen gemeinsamen Zeit fanden alle das Miteinander besonders toll, und auch die Kommunikation hat trotz der Sprachbarrieren gut funktioniert“, blickt Nolte-Bläcker auf den Workshop zurück. Die Gäste aus Nagykörös sind nach dem Festival wieder nach Ungarn gereist. Für die Tansanier und die Mitwirkenden des Kirchenkreises ging es danach weiter nach Taizé in Frankreich, wo sie eine weitere Woche zusammen verbringen werden.

faw

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