Junge Musiker überzeugen beim Preisträgerkonzert von „Jugend Musiziert“

Disziplin zahlt sich aus

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Die Musizierenden beim Preisträgerkonzert erhielten in Lübbecke eine Urkunde und eine Rose.

Lübbecke - Die musikalische Jugend aus den Kreisen Minden-Lübbecke und Herford zeigte jetzt in Lübbecke, was Jugendliche durch diszipliniertes Üben und Begabung erreichen können. Die Musikschule Pro Musica aus Lübbecke war zum zweiten Mal Ausrichter des Preisträgerkonzertes „Jugend Musiziert“, bei dem die Gewinner im gut besuchten Musikraum des Wittekind-Gymnasiums ihr Können unter Beweis stellten.

Musikschulleiter Martin Obermeier führte durch das Programm und stellte Solisten und Ensembles vor, die Ende Januar beim 53. Regionalwettbewerb in Bielefeld angetreten waren. Für das Preisträgerkonzert relevante Bewertungen gab es in den Kategorien Solowertung Streichinstrumente sowie Ensemblewertung Klavier-Blasinstrument, Klavier-Kammermusik, Zupf-Ensemble und Alte Musik. Etliche Ensembles hatten sich weiter qualifiziert zum Landeswettbewerb.

Breit gestreut war die Palette der Werke und Komponisten vom Barock bis in die Moderne. Die jüngsten unter den Musizierenden waren neun Jahre alt und eröffneten den musikalischen Reigen mit Sätzen aus der Sonate C-Dur des französischen Komponisten Jean Babtiste Breval. Tapfer und selbstbewusst traten die Cellistinnen Julia Esau aus Espelkamp und Nicole Herzen aus Löhne auf. Die ebenfalls neunjährige Geigerin Emily-Sophie Kimmerle aus Herford zeigte mit dem „Orientalischen Tanz“ von Konstantin Mostras musikalisches Gespür.

Ein herausragendes Instrument war das Bariton aus der Familie der Hörner, gespielt von Jonas Richter aus Lübbecke. Mit Julius Maaß am Klavier (ebenfalls Lübbecke) brachte er die „Fantasia“ von Jean Francois Michel zu Gehör. An der Klarinette begeisterte Luisa Geibel, begleitet von Finja Moennig am Klavier (beide aus Minden).

Nele Kappelmann (Rödinghausen) an der Violine hatte den Sprung zum Landeswettbewerb geschafft, und das zu Recht, spielte sie doch mit Leichtigkeit und Anmut ein Capriccio von Hans Sitt. Ebenfalls den Sprung zum Landeswettbewerb in der Wertung „Alte Musik“ schaffte das Ensemble Benjamin und Lukas Penner an der Violine sowie Daniel Regehr am Barockcello und Nadine Penner am Cembalo (alle aus Espelkamp) mit einem Barockstück von Arcangelo Corelli.

Die Höchstpunktzahl 25 erhielten Felix Frederking aus Hille am Cello und Fee Sofie Elis aus Minden für ihren Beitrag von Ignaz Lachner. Das Ensemble Constantin Varvaras (Hüllhorst), Maja Gieseking (Minden) und Christian Sysa (Lübbecke) trat nicht auf, wird aber – wie auch seine Vorgänger– beim Landeswettbewerb dabei sein.

Die älteren Schüler lieferten eine reife musikalische Leistung ab, angefangen mit Maja Gieseking, die mit ihrem Cello auch als Solistin antrat und in Gabriel Koeppens „Spanischer Fantasie“ die Möglichkeiten ihres Instruments auslotete. An der Querflöte begeisterte Anna Marie Eilerts, die mit Joana Markmann am Klavier (beide aus Löhne) ein russisches Zigeunerlied von Wilhelm Popp zum Besten gab. Eine weitere Flötistin zog die Zuhörer mit ihrem Ton in den Bann, und zwar Anna Schulz-Ruhtenberg aus Porta Westfalica, die mit Marie und Lucia Erpenbeck an Cello und Klavier (aus Minden) ein romantisches, französisches Werk von Philippe Gaubert spielte.

Den krönenden Abschluss spielte das in Lübbecke bekannte Ensemble Justus Varvaras an der Geige, Jens Bußmann am Cello und Edvard Salvesen am Klavier, das sich mit der Höchstpunktzahl zum Landeswettbewerb qualifiziert hatte. Rhythmisch sehr exakt, mit musikalischem Fingerspitzengefühl und in den Streichern mit energischem Bogenstrich wagten sie sich an Friedrich Smetanas „Klaviertrio g-Moll“.

Alle aus Lübbecke angetretenen Musiker werden bei Pro Musica unterrichtet. Nicht mitgewirkt, aber ebenfalls einen ersten Preis gewonnen hatten Sophie Kleemeier (Akkordeon) und Juliane Pampel. Für ihre musikalische Leistung erhielten die Musizierenden nicht nur Applaus, sondern auch eine Urkunde und eine Rose, verliehen vom stellvertretenden Bürgermeister Uwe Kröger, Musiklehrer und Posaunenchor-Leiter, sowie der Geschäftsführerin des Regionalausschusses von „Jugend Musiziert“, Denise Süßer.

IL

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