Jahn-Realschule in Lübbecke wird zweite Notunterkunft des Kreises

Rund 300 Flüchtlinge kommen am Wochenende

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Mediengruppe Kreiszeitung

Minden-Lübbecke - Der Kreis ist im Zuge der Amtshilfe für die Bezirksregierung Detmold ein weiteres Mal gefordert, Flüchtlinge aufzunehmen. Jetzt haben sich die Verantwortlichen laut einer Mitteilung des Kreises darauf verständigt, dass die Jahn-Realschule in Lübbecke Notunterkunft für rund 300 Flüchtlinge wird, die am Wochenende erwartet werden. Die sofortige Einrichtung verhindere, dass diese ansonsten obdachlos sein würden. Da die Schule bis zum Wochenende für die neue Nutzung hergerichtet werden muss, findet in den Räumen ab sofort kein Unterricht mehr statt. Heute und morgen entfällt der Unterricht. Der Schulbetrieb wird in die Pestalozzi-Schule verlegt.

„Wir leisten mit dieser Notunterkunft angesichts der Entwicklung unseren Beitrag zur Unterbringung der großen Zahl von Flüchtlingen“, sagen Landrat Dr. Ralf Niermann und Bürgermeister Eckhard Witte. „Auch wenn unsere Kapazitäten begrenzt sind und sich nicht mit den Möglichkeiten anderer Regionen vergleichen lassen, ist unser Ziel, den Menschen im Kreis Unterkünfte zu bieten, in denen sie Schutz und Sicherheit finden.“

„Anders als im Bürogebäude in Veltheim ist es für uns von großer Bedeutung, dass wir diesen Schritt eng mit den Betroffenen absprechen“, ergänzt Kreisdirektorin Cornelia Schöder als Leiterin des Stabes für Flüchtlingsfragen. „Wir möchten den Weg im Sinne der Schüler in enger Absprache mit der Schule und gerade auch der Elternschaft gehen“, so Schöder. Alle Beteiligten begrüßten, dass es bereits positive Signale gegeben hat.

„Unseren Einsatzkräften macht es sehr viel Mut, wenn sie sehen, dass ihre Arbeit Unterstützung erfährt“, so Niermann. „Wir stehen alle vor keiner leichten Aufgabe – umso mehr danke ich allen, die uns unterstützen.“

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