THW-Helfer beenden Grundausbildung

Auf Herz und Nieren geprüft

Der Gebrauch von Schere und Spreizer war ein Teil der Prüfung für angehende THW-Helfer. - Foto: THW Lübbecke

Lübbecke - Zum Abschluss ihrer Grundausbildung nahmen jetzt vier Lübbecker Helferanwärter erfolgreich an der Abschlussprüfung, ausgerichtet beim THW Ortsverband Detmold, teil. Laut Mitteilung des THW Lübbecke absolvierten sie neben einem theoretischen Prüfungsteil, sechs praktische Aufgaben.

Hierzu gehörten unter anderem die Inbetriebnahme eines Motortrennschleifers mit anschließendem Ablängen eines Metallstücks, die Versorgung einer verletzten Person und der Gebrauch von Schere und Spreizer.

Die Prüfer überwachten bei den einzelnen Aufgaben nicht nur den fachgerechten Gebrauch der Gerätschaften, sondern vor allem auch die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen und das Tragen der richtigen Schutzausstattung. Mit dem Bestehen der Prüfung erhielten die ehemaligen Helferanwärter die Qualifikation, an Einsätzen teilzunehmen, die das Fundament jeglichen Engagements beim Technischen Hilfswerk schafft.

Jeder neue Helfer muss zunächst auf „Herz und Nieren“ geprüft werden und durchläuft einen allgemeinen Gesundheitscheck, bei dem die physische Verfassung ermittelt wird. Ebenso wird im Zuge dessen der Impfstatus des Helfers ermittelt und eventuell fehlende Impfungen vorgenommen. Denn nur, wer eine vollständige Immunisierung von Tetanus und Hepatitis A und B aufweist, darf in den Einsatz. Danach ist der Weg geebnet für ein Engagement beim THW.

Die THW-Laufbahn startet für jeden Helferanwärter mit der Grundausbildung. Diese gewährleistet einen bundeseinheitlichen Ausbildungsstand aller ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Vorgegeben durch die THW-Leitung, werden den Helferanwärtern Ausbildungsinhalte verschiedener Art durch den Ausbildungsbeauftragten im Ortsverband vermittelt. Neben der Vermittlung von theoretischem Wissen über die Strukturen des THW und richtiges Verhalten im Einsatzfall, werden die Frauen und Männer an verschiedenen technischen Geräten ausgebildet. Die Ausbildung ist unterteilt in Bereiche wie Holz-, Metall- und Gesteinsbearbeitung, Arbeiten im und am Wasser, Arbeiten in Höhen und Tiefen. Außerdem werden die Helferinnen und Helfer darauf vorbereitet, wie sie mit psychischen Belastungen im Einsatz umgehen können.

Die Grundausbildung sei eine komplexe Angelegenheit, doch gerade durch diese Komplexität sei sie unverzichtbar, so der THW. Sie gebe angehenden Helfern ein hohes Maß an Sicherheit, nicht nur im Umgang mit den Gerätschaften. Abläufe würden während dieser Ausbildungsstunden erlernt und gefestigt, damit sie im Einsatzfall ohne Überlegen abrufbar seien. Außerdem stärke es das Vertrauen der Kameradinnen und Kameraden untereinander.

Hat ein Helferanwärter eine ausreichende Zahl an Ausbildungsstunden geleistet und wurden dabei alle notwendigen Ausbildungsinhalte vermittelt, endet die Grundausbildung mit einer Abschlussprüfung. Nach bestandener Prüfung wird jeder Helfer einer Einsatzeinheit im Ortsverband zugeteilt, in der er eine fachspezifische Ausbildung erhält.

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