Gesprächskreis „Leben mit Brustkrebs“ begleitet seit einem Jahr betroffene Frauen

Unterstützung in geschütztem Raum

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Pfarrerin Sabine Heinrich (links) und Gemeindepädagogin Ulrike Nebur-Schröder leiten seit einem Jahr den Gesprächskreis „Leben mit Brustkrebs“.

Lübbecke - „Für junge Mütter ist es selbstverständlich, mit ihren Kindern zur Krabbelgruppe zu gehen, um sich mit anderen über die Probleme, Sorgen und Freuden auszutauschen. Da die Schwierigkeiten häufig ähnlich sind, muss man nicht lange erklären und kann sogar über Kümmernisse in der Gruppe gemeinsam lachen. Genauso sehe ich den Gesprächskreis“, beschreiben Teilnehmerinnen ihre Erfahrungen mit der Gruppe „Leben mit Brustkrebs“, die Ulrike Nebur-Schröder und Sabine Heinrich für den Kirchenkreis anbieten.

20 Frauen tauschen sich regelmäßig aus. Im geschützten Rahmen sprechen sie über Probleme und Hoffnungen, über ihre Sorgen, aber auch über ihre Freude. Als selbst von Brustkrebs betroffen, nehmen die Leiterinnen die geistliche Seite sehr ernst. „Brustkrebs verändert die Einstellung zum Leben“, erklärt Gemeindepädagogin Nebur-Schröder. „In der Auseinandersetzung mit dem Sterben spürt man, wie wertvoll das Leben ist. Da wird jede Begegnung, jeder Tag wichtig. Es tut gut, dies mit anderen zu teilen“, ergänzt Pfarrerin Sabine Heinrich.

Das erste Jahr, auf das die beiden zurückblicken, war ereignisreich. Neben dem Gesprächsaustausch wurden immer wieder Referentinnen eingeladen, die die Arbeit in der Gruppe ermöglichten. Ein besonderes Highlight sei die Begegnung mit der Musikpädagogin Irmgard Buchholz gewesen. „Mit ihr erarbeiteten wir ein Programm, das im Thomas-Gemeindehaus der Öffentlichkeit gezeigt wurde und großen Erfolg hatte“, so die beiden Leiterinnen.

Abwechslungsreich geht es auch ins Jahr 2016. Neben einem Nachmittag zum Thema „Ruhe und Bewegung“ sind Themenabende geplant, die sich mit Ernährung, psychologischer Beratung oder neuen medizinischen Erkenntnissen beschäftigen. Dazu sind auch Grillabende, ein Besuch bei dem Liedermacher Andi Weiss oder Treffen zu Pizza und Eis geplant. Im März besucht die Gruppe das Figurentheater mit Karin Müller und Ensemble. Das Stück heißt „Gleiswechsel“ und verspricht einen tiefsinnig fröhlichen Abend.

„Wir freuen uns sehr, dass diese Gruppe in so kurzer Zeit zu einer selbstverständlichen Einrichtung des Kirchenkreises geworden ist“, so Heinrich. „Das wurde möglich, weil wir von vielen Seiten auch finanziell unterstützt werden“, ergänzt Nebur-Schröder: „Da sind besonders der evangelische Kirchenkreis Lübbecke selbst, aber auch die Volksbank, Sparkasse und die Selbsthilfeförderung des Landes. So fällt es uns leicht, ein abwechslungsreiches Programm auch in Zukunft anzubieten.“

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