86 Flüchtlingskinder freuen sich an Heiligabend über Geschenke / Rahdener Schüler packen Geschenk-Schuhkartons

Leuchtende Augen in der Notunterkunft Lübbecke

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Familie Yaman und Thomas Espay (als Weihnachtsmann verkleidet) verteilten die Geschenke in der Notunterkunft Lübbecke.

Lübbecke/Rahden - „Mindener Flüchtlingshelfer“ heißt die Initiative, die Elif Yaman mit ihrer Freundin Isabelle Krause im Juli gegründet hat. Inzwischen hat die Initiative 389 Mitglieder. „Wir wollten uns mit anderen Helfern vernetzen, austauschen und spenden. In der Gruppe werden Treffen organisiert, Veranstaltungen geplant, Dolmetscher vermittelt und Informationen über gesuchte Spenden für Flüchtlinge und freiwillige Helfer ausgetauscht“, berichtet Yaman.

Weihnachten steht für „das Fest der Liebe“, aus diesem Grund hat sich die Initiative „Mindener Flüchtlingshelfer“ diesen Tag ausgesucht, um Geschenke an die Flüchtlingskinder zu verteilen. Elif Yaman: „Mit der Weihnachtsaktion möchten die Flüchtlingshelfer vor allem den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Sie sind das schwächste Bindeglied in der ganzen Kette und die am meisten Leidtragenden.“

Die Aktion wurde laut Kreisverwaltung von Edeka Ehlers (Bad Holzhausen), Silke und Jörg Saft Uhren & Schmuck (Bad Holzhausen), Fußball E-Jugend Bad Holzhausen-Börninghausen und der Bücherei Ölschläger (Lübbecke) unterstützt.

Den gleichen Gedanken des Helfens hatte auch Thomas Espey von der Firma Espey & Espey GmbH aus Hille. „In diesem Jahr hat uns die Flüchtlingswelle schon sehr beschäftigt, und bereits vor zwei Monaten war klar, dass wir von Weihnachtsgeschenken an unsere Kunden absehen und uns für Flüchtlingskinder engagieren“, berichtet Thomas Espey. Er hatte sich für den 24. Dezember ein Weihnachtsmann-Kostüm organisiert. „Da ich in der Nähe der Notunterkunft Lübbecke wohne und mir ein Bild von der Vorortsituation machen konnte, bin ich sehr froh, dass wir zusammen mit anderen Institutionen dazu beitragen können, den Kindern dort ein paar schöne Stunden und Ablenkung von den schlimmen Erlebnissen, zu ermöglichen. Wir haben Kuscheltiere, Malsachen und Spiele dabei und sind schon sehr gespannt auf die großen und erstaunten Kinderaugen“, sagte Espey.

Auch die Schüler der Freiherr-vom-Stein Realschule in Rahden hatten sich etwas besonders einfallen lassen. 40 Geschenk-Schuhkartons packten die Schülerinnen und Schüler der siebten bis zehnten Klassen für Kinder in der Notunterkunft Lübbecke. Die Lehrerinnen Claudia Römer und Sarah Ireland gaben die Päckchen gemeinsam mit je einer Schülerin und einem Schüler der entsprechenden Klassen persönlich in der Notunterkunft. Diese und alle anderen Geschenke wurden laut Kreisverwaltung am Mittag des Heiligabend an die Flüchtlingskinder verteilt.

Der Chor der Evangelischen Freien Gemeinde Lübbecke gab ein Weihnachtskonzert in der Notunterkunft. „Stille Nacht, heilige Nacht“ und viele andere Weihnachtslieder sang der Chor und ließ dadurch eine besonders schöne weihnachtliche Atmosphäre entstehen. Für alle Flüchtlinge in der Notunterkunft Lübbecke sei dieses Weihnachten ein ganz besonderes Erlebnis gewesen, so der Kreis. Alle Helfer machten deutlich, dass Menschen, die vor Gewalt und Krieg fliehen müssen, in dieser Region willkommen sind. Aktionen wie diese zeigten, wie engagiert die Bürgerinnen und Bürger vor Ort seien, so der Kreis.

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