Gläubige erlebten Osternacht in der Pr. Ströher Immanuelkirche / Frühstück sorgte für Gemeinschaftsgefühl

Lichtermeer verkündete frohe Botschaft

Das Licht besiegt die Dunkelheit: Im Schein einer einzigen Kerze erinnerten Angela Schwarze, Pfarrer Roland Mettenbrink, Bianca Winkelmann, Pfarrerin Sigrid Mettenbrink und Bettina Meerhoff an die Geschehnisse der Osternacht.

Pr. Ströhen - (Art) · Es war das Licht jener Nacht, dass mit dem Sieg über die Dunkelheit die Auferstehung Jesu verkündete. Ein Licht, das in einem Lichtermeer mündete und den Osternachtsgottesdienst für die Gläubigen in der Pr. Ströher Immanuelkirche zu einem ganz besonderen Erlebnis werden ließ.

        Mit einem unsicheren Tasten betraten die Gottesdienstbesucher um kurz vor sechs Uhr am Morgen des ersten Ostertages die Immanuelkirche. Dunkelheit erfüllte das Gotteshaus, von wegweisendem Licht keine Spur. Nachtwache in der dunklen Kirche zu Beginn des Gottesdienstes. „Wir werden sehen, wie das Licht die Dunkelheit besiegt“, so Pfarrerin Sigrid Mettenbrink zur Begrüßung. Eine Vorankündigung auf das, was die Gemeinde in diesem besonderen Gottesdienst erwartete.

Das Vorbereitungsteam, bestehend aus dem Pfarrerehepaar Roland und Sigrid Mettenbrink, Angela Schwarze, Bianca Winkelmann und Bettina Meerhoff kam im hinteren Teil des Kirchenschiffes in einem Halbkreis zusammen, um im Schein einer einzigen Kerze in Gebeten und Lesungen die Gedanken zurück an den Anfang zu lenken. Sie erinnerten an die Freude über das wegweisende Licht des Sterns über Bethlehem bei Christi Geburt, an die Worte Jesu am Kreuz von Golgatha. „Ich bin das Licht in der Finsternis.“

Den Einzug des Lichts begleiteten die fünf Akteure mit einem Taizégesang, in den die Gemeinde einstimmte. Mit der Entzündung der Kerzen am Altar und im Kirchenschiff durchzog ein sanfter Lichterschein das Gotteshaus, bevor die eigentliche Lichtfeier begann. Langsam wanderte das Licht der Osternacht, begleitet von Gitarrenklängen, von Hand zu Hand. Dabei entzündeten die Gemeindemitglieder ihre Kerzen, die sie anfangs beim Betreten der Kirche erhalten hatten. Das Lichtermeer führte die Gläubigen zusammen, um der Verkündigung der Osterbotschaft zu lauschen.

Mit Matthäus 28 hörten sie die Geschichte von der Erscheinung des Auferstandenen vor den Jüngern. Der Missionsbefehl wurde in einer Tauferinnerungsfeier am Taufstein lebendig. „Ihr seid Kinder des Lichts“, richtete Pfarrerin Sigrid Mettenbrink das Wort an die Ostergemeinde. „Das Licht des Auferstandenen zieht eine Lichtspur wie die Sonne, die, von Osten her aufgehend, Euer Leben mit vielen frohen und bunten Farben erhellt.“

Sigrid Mettenbrink war sich bewusst, dass es in der heutigen rationalen Zeit wie ein Risiko erscheine, sich auf diese irrationalen Geschehnisse einzulassen. „Größer jedoch ist das Risiko, darauf zu verzichten.“ Im Licht der aufgehenden Sonne, die durch die Fenster der Immanuelkirche hereinbrach, fand die Osternachtsfeier mit dem Heiligen Abendmahl ihren krönenden Abschluss, bevor die Gottesdienstbesucher zu einem gemeinsamen Frühstück im Gemeindehaus zusammenkamen.

„Die Rückkehr zu alten Traditionen und Brauchtümern wird heutzutage immer häufiger und von den Menschen begrüßt“, so Angela Schwarze vom Vorbereitungsteam. Seit sich die Kirchengemeinden Pr. Ströhen und Tonnenheide gemeinsam für die Einführung eines Osternachtsgottesdienstes stark machten und diesen im jährlichen Wechsel feiern, ist diese Form der Osterfeier für immer mehr Menschen zu einem beeindruckenden Erlebnis geworden.

Viele Hände trugen neben dem Vorbereitungsteam zum Gelingen des Gottesdienstes und des gemeinsamen Osterfrühstücks bei. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen des Gitarrenkreises um Michaela Heitmann und des Chores unter Leitung von Leta Henderson. Birgit Klasing sorgte mit den Damen der Seniorensportgruppe des SSV Pr. Ströhen für das abwechslungsreiche Frühstücksbüfett. Niemand musste mit leerem Magen nach Hause gehen.

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