Stiftsort plant erneute Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ / Arbeitskreis diskutierte Pflege der Flächen

Levern macht 2011 wieder mit

Die Arbeitsgruppe Ortsbildpflege des Heimatvereins Levern diskutierte unter anderem die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Rahden - LEVERN (hm) · Die Frage, ob Levern beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im nächsten Jahr teilnehmen soll, stand im Mittelpunkt der Versammlung des Arbeitskreises Ortsbildpflege des Leverner Heimatvereins.

Kürzlich traf sich der Arbeitskreis mit interessierten Bürgern im Hotel Meyer-Pilz in Levern.

Friedrich Klanke sah in der Teilnahme eine vorteilhafte Zukunftsperspektive, die auf jeden Fall zur Säuberung Leverns ermutige. 1961 hatte Levern zum ersten Mal an diesem Wettbewerb, damals noch unter dem Motto „Unser Dorf soll schöner werden“, teilgenommen und Bronze – 1989 sogar Silber – gewonnen und war auch in nachfolgenden Jahren mehrmals erfolgreich dabei. Mit der Teilnahme 2011 könnte folglich das 50-jährige Jubiläum gefeiert werden.

Im Jahr 1998 erhielt der Wettbewerb vor dem Hintergrund der Konferenz von Rio und dem beschleunigten Strukturwandel im ländlichen Raum den Zusatz „Unser Dorf hat Zukunft“. Ziel ist die Unterstützung einer ganzheitlichen und nachhaltigen Entwicklung der Dörfer im Sinne einer umfassenden Zukunftssicherung, getragen von einem breiten Bürgerengagement. Die neuen Bewertungskriterien lenkten den Fokus weg vom Verschönerungsaspekt hin zu grundsätzlichen und umfassenden Maßnahmen der Lebensqualität und vor allem zum Umgang mit dem demografischen Wandel.

„Wir müssen Ideen für Zukunftsgestaltung zeigen“, betonte Heimatvereinsvorsitzende Ingrid Hölscher und fragte in die Runde: „Was gibt es zu tun, damit es den Einwohnern gut gefällt und den Ort lebenswert zu erhalten?“ Auf jeden Fall müsse die Bevölkerung informiert werden, um sich auf eine Teilnahme vorzubereiten. Eine Art „Kummerkasten“ beim Leverner Markt aufzustellen, regte Christof Müller an, dort könnten Bewohner sowie Touristen einen Fragebogen ausfüllen und Anregungen, Wünsche und Ärgernisse kommentieren. Ingrid Hölscher sah darin eine gute Chance, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. „Der Ort profitiert von der Teilnahme, da jeder an seinen eigenen Gebäuden schaut und sie herrichtet“, befürwortete Rüdiger Meyer-Pilz die Teilnahme. Karin Klanke stellte klar heraus: „Wir sollten nochmal mitmachen.“ Hinsichtlich der vielen Erlebnisführungen würden schließlich viele Besucher in den Stiftsort gelockt, da müsse es sowieso ordentlich aussehen. Es gäbe zudem viele Privat-Initiatoren, die den Ort in Ordnung halten würden.

Die Zahl der Einwohner, die Patenschaften für Gemeindeflächen im Ort übernommen hätten, sei aber drastisch zurückgegangen, warf Ingrid Hölscher ein. Aufgrund von Erkrankungen und Todesfällen seinen nur noch 40 Paten, von ehemals 80, im Einsatz.

Ein weiteres Problem stelle die Unkrautbekämpfung dar. Während früher noch das Spritzen mit einem Breitbandherbizid zur Bekämpfung lästiger Gräser und Kräuter auf den Gehwegen und öffentlichen Plätzen erlaubt war, müsse dem Unkraut inzwischen in mühevoller Handarbeit zu Leibe gerückt werden.

Die Gemeinde könne diese Arbeit nicht in allen 13 Ortschaften leisten, zumal weitere Einsparungen geplant seien, erklärte Friedrich Klanke und betonte, dass Levern, zwar als staatlicher Erholungsort anerkannt, hier keine „Extrawurst“ bekäme.

Infolge der zunehmenden Kritik an der Pflege des historischen Ortskerns machte Ingrid Hölscher zunächst mit einem Augenzwinkern den Vorschlag, jemanden einzustellen, der die Gemeindeflächen in Ordnung halten solle und aus einem Fundus bezahlt werden müsse.

So wäre gewährleistet, dass Flächen wie der Platz unterhalb der Kirche und der Amtsvorplatz nicht irgendwann mit kniehohen Gräsern und Unkräutern bedeckt wären. Die vielleicht ein wenig groteske Idee stieß in der Versammlung nicht auf taube Ohren...

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