Vereine wünschen sich Turnraum / Konzept überzeugt Ausschuss

Lehrschwimmbecken verdecken

Oppenwehe - Die Gemeinde Stemwede will das Oppenweher Lehrschwimmbecken wie berichtet nicht für rund 430 000 Euro sanieren. Zwei Möglichkeiten sah die Verwaltung im Vorfeld der gestrigen Schulausschuss-Sitzung in der Oppenweher Grundschule, wie es mit dem stillgelegten Becken weitergehen könnte: Nachnutzung oder Abbruch.

Der Schul-, Kultur- und Sportausschuss sprach sich am Ende dafür aus, einem Nutzungskonzept der Vereine FC Oppenwehe und „Wir in Oppenwehe“ eine Chance zu geben. Diese möchten das Becken beispielsweise mit einer Holzkonstruktion verdecken und einen Turn- und Gymnastikraum einrichten. Alle Politiker stimmten dafür, das Konzept mitzutragen und die Verwaltung eine Planung samt Kostenaufstellung ausarbeiten zu lassen.

In einen Dorfgemeinschaftsraum wolle man den Beckenraum nicht umwandeln, erklärte Lars Mentrup, Vorsitzender von „Wir in Oppenwehe“. Den noch bestehenden Gastronomiebetrieben im Ort wolle man keine Konkurrenz machen. Er sicherte der Verwaltung handwerkliche Unterstützung zu: „Die Vereinsgemeinschaft wird sich mit Manpower einbringen.“

Oppenweher wollen

beim Umbau anpacken

Der FCO habe im Bereich Breitensport zuletzt viel getan, berichtete dessen Vorsitzender Ralf Nünke, der auch auf die Schwimmsituation zu sprechen kam. Schwimmkurse habe man in Rahden angeboten. Von der Gemeinde angebotene alternative Schwimmorte wie Lintorf oder Pr. Oldendorf lägen für Oppenweher nicht „um die Ecke“.

Im Frühjahr hätten im Spargeldorf Yoga- und Tai-Chi-Kurse begonnen, erklärte Nünke und verwies auf die steigende Beliebtheit von Kursangeboten. Was Oppenwehe fehle, seien Räume, in denen solche durchführbar seien.

Die Schulaula sei etwa für Yoga „nicht ganz ideal“, ebenso wie die Turnhalle. Freie Hallenzeiten seien außerdem rar, alternative Sportareale in der Gemeinde gerade für Kinder und ältere Menschen nicht einfach zu erreichen.

Der Trend gehe auch beim FCO dahin, dass es immer mehr weibliche und ältere Mitglieder gebe und die Gesundheit beim Sport in den Vordergrund rücke. Im Bezug auf neue Angebote wie Babymassage, Krabbelgruppe, Seniorensport oder Tanz für Ältere sagte Nünke: „Wir wollen da mehr machen, uns fehlen aber die Kapazitäten.“

Der Umbau des Beckens zu einem Turnraum bringe zudem den Vorteil mit sich, dass vor relativ kurzer Zeit neu eingebaute Fenster und Heizkörper nicht wegfielen, so der FCO-Chef. Auf die wegfallenden Abbruchkosten wies in diesem Zusammenhang Lars Mentrup hin. Die Argumente überzeugten die Politik. Das Publikum hatte lange gewartet, um den Vereinsvorsitzenden Applaus spenden zu können. · kap

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