Kultursommer des Gymnasiums Rahden startet am Montag mit absurder Rock-Revue

Die Legende von Kain und Abel

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Da staunt die Schiffbrüchige (Annabel Buschau) nicht schlecht: Die „Abelisten“ (v.l. Janina Kröger, Loris Rempe und Lilly Pankratz) weigern sich, zuzugeben, dass sie ein Brett vor dem Kopf haben. ·

Rahden - Die Konzentration steigt, das Lampenfieber auch. Nur noch wenige Tage bleiben den Q1-Gymnasiasten des Grundkurses Literatur, um ihrem Theaterstück „Die Legende von Kain und Abel“ den letzten Schliff zu verpassen. Denn am Montag, 3. Juni, feiert die absurde Rock-Revue Premiere. Sie bildet den Auftakt zum Kultursommer des Rahdener Gymnasiums.

Seit Beginn des Schuljahres arbeiten die Schüler an dem Theaterstück aus der Feder von Franz H. Jakubaß, das im Original den Titel „Brett oder nicht Brett, das ist hier die Frage“ trägt. Und um Bretter geht es auch. Um Bretter – nicht die sprichwörtlichen, sondern ganz reale – vor den Köpfen der Brettonier. Sie sind Zeichen ihrer politischen Unmündigkeit, ihrer Kritiklosigkeit gegenüber ihrem Herrscher Bretto I.

Als eine Schiffbrüchige an die Gestade des kleinen Inselstaates gespült wird, staunt sie zunächst nicht schlecht über die seltsamen Sitten der Einheimischen, die sich strikt weigern zuzugeben, dass sie ein Brett vor dem Kopf tragen. Denn andernfalls gelten sie nicht als edle „Abelisten“, sondern als verdorbene „Kainlinge“ – so wie die Schiffbrüchige. „Kainlinge“ werden normalerweise schnell liquidiert, doch die Schiffbrüchige hat Glück. Sie darf die Insel verlassen.

In der „freien“ Welt geht es ihr allerdings kaum besser, denn Brettonien ist ein beliebter Wirtschaftspartner für den Holzexport. Da ist man gerne bereit, dem Inselstaat eine lupenreine Demokratie zu bescheinigen... Ähnlichkeiten mit real existierenden Zuständen sind durchaus gewollt.

Für die Jungschauspieler der Literaturklasse wird es nun langsam ernst. „Es macht großen Spaß, aber es wird jetzt zum Ende hin auch immer anstrengender“, bekennt Annabel Buschau, die in dem Theaterstück die Schiffbrüchige spielt. Fast ein Jahr lang haben sie sich auf ihren großen Auftritt vorbereitet, haben Texte auswendig gelernt, Abläufe einstudiert und mithilfe des Kunstlehrers und „genialen Handwerkers“ Manfred Smiatek das Bühnenbild erstellt.

Im Februar zogen sich die Gymnasiasten für drei Tage in das Jugendfreizeitheim Pollertshof in Pr. Oldendorf zurück, um intensiv zu arbeiten. Seither wurde regelmäßig auf der Aula-Bühne geprobt. Auch das ein oder andere Wochenende opferten die Schüler, um an ihrem Stück zu feilen.

Für den musikalischen Part der Rock-Revue ist die Instrumentalklasse verantwortlich, die mit Klassikern wie „Down under“ von Midnight Oil immer wieder in das Stück eingreift.

Um dem Revue-Charakter gerecht zu werden, werden vor den beiden Vorstellungen am Montag und Dienstag, 3. und 4. Juni, Sekt, Wein und Canapés gereicht. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse oder im Vorverkauf im Sekretariat des Gymnasiums.

Am Freitag, 21. Juni, folgt das Sommerkonzert der Bläserensembles. Die Bläserklasse, die Nachwuchsband und „Gyros“ (Gymnasium Rahden On Stage) präsentieren ihr aktuelles Repertoire mit Arrangements aus Filmmusik, Jazz, Pop, Rock und Klassik. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums. Der Eintritt ist frei.

Am 26. Juni stellt der GKL „Video“ sein selbst produziertes Werk um Glaube, Hoffnung und Liebe vor. Am 8., 10. und 12. Juli wird im Bahnhof in Rahden die szenische Collage „Wunderbare Jahre“ nach der Vorlage von Reiner Kunzes gleichnamigem Prosa- und Gedichtband aufgeführt. · mer

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