Winterdienst: Verwaltung holt Angebote ein

Mit Landwirten oder Fremdunternehmen?

Wehdem - Der nächste Winter steht vor der Tür – und damit die Befürchtung, dass extreme Bedingungen wie in den Vorjahren den Verkehr in Teilen Stemwedes zum Erliegen bringen könnten.

Im Betriebsausschuss für den Wirtschaftsbetrieb Stemwede diskutierten die Mitglieder am Mittwoch darüber, ob künftig Fremdunternehmen zur Unterstützung des eigenen Winterdienstes herangezogen werden sollen. Die Entscheidung darüber wurde zunächst vertagt.

Der Räumdienst der Gemeinde habe im vergangenen Winter gute Arbeit geleistet, schickte Bürgermeister Gerd Rybak der Diskussion voraus. Allerdings könnten die Fahrzeuge nicht bereits früh morgens alle Straßen geräumt haben. Eine Verbesserung des Winterdienstes ist nach seiner Einschätzung nur durch den Einsatz von Fremdunternehmen möglich, der zusätzliche Kosten verursachen würde.

Einig waren sich die Ausschussmitglieder darin, dass es keine generelle Ausweitung des Winterdienstes geben soll. Frank Rabe (CDU) sprach sich aber dafür aus, in Extremsituation auch auf Lohnunternehmen zurückzugreifen. Sein Parteikollege Jörg Tielbürger pflichtete ihm bei. Gerade viele Firmen hätten im vergangenen Winter gelitten, weil Lkw mit dringend benötigtem Material im hohen Schnee stecken geblieben seien. Das habe ihn selbst und auch andere Firmen viel Geld gekostet und sei untragbar, kritisierte Tielbürger. Hier müsse die Gemeinde tätig werden, zu Not auch mit Fremdunternehmen.

„Wir sollten auf jeden Fall abklopfen, welche Kosten entstehen würden“, schlug Frank Rabe vor. Zudem müsse geklärt werden, ob Fremdfirmen überhaupt kurzfristig Räumfahrzeuge zur Verfügung stellen könnten. Eventuell könne man auch die heimischen Landwirte mit ins Boot holen. In anderen Gemeinden werde das bereits erfolgreich praktiziert, pflichtete ihm Sebastian Allhorn (Bündnis 90/Die Grünen) bei. Zudem würden die Landwirte möglicherweise zu Maschinenringpreisen einspringen, die deutlich unter denen von Lohnunternehmen lägen, stieß Monika Lösche (CDU) ins gleiche Horn.

Zur Zurückhaltung mahnte dagegen Wolfgang Fricke. „Wir sollten keinen Freibrief für die Vergabe des Räumdienstes an Fremdunternehmen vergeben“, fürchtet der FDP-Fraktionsvorsitzende, dass Lohnunternehmen schon bei geringen Schneemengen über Stemwedes Straßen rollen könnten. „Ich halte es für verfrüht, jetzt schon Preise einzuholen.“

Bei einer Enthaltung erteilte der Ausschuss der Verwaltung den Auftrag, Angebote einzuholen und auch die landwirtschaftlichen Ortsvereine anzusprechen. Eine Entscheidung soll dann möglicherweise in der nächsten Ausschusssitzung fallen. · mer

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