Beim Landfrauentag im Rahdener Museumshof informierten fünf Ortsvereine über ihre vielfältige Arbeit

Landfrauen sind auch sozial engagiert

Annähernd 1 000 Besucher strömten während des Kreismühlentages zum „Landfrauentag 2009“ auf das Rahdener Museumshof-Gelände.

Rahden - RAHDEN/STEMWEDE (ges) n Dass Landfrauen backen und kochen können, ist hinlänglich bekannt. Dass sie sich aber auch in sozialen Angelegenheiten stark machen und im Bildungsbereich engagieren, wussten die annähernd 1 000 Besucher, die sich im Museumshof in Rahden beim Landfrauentag informierten, bisher noch nicht.

        Alle Besucher, die sich am gleich im Eingangsbereich des Museumshofes stehenden Informationsstand des Landfrauen-Kreisverbandes Minden-Lübbecke informiert haben, sehen die Arbeit der größten Frauen-Initiative Deutschlands jetzt mit ganz anderen Augen. Auch das Angebot der Gästeführerinnen vom Landfrauen-Service, die über ihre Arbeit informierten, stieß auf großes Interesse.

Insgesamt haben die Landfrauen aus der Region bei „ihrem“ Aktionstag im Rahmen des Kreismühlentages in Rahden bewiesen, welch geballte Schaffenskraft in ihnen steckt, wenn sie an einem Strang ziehen. Genau das haben die Landfrauenvereine aus Rahden und Kleinendorf, aus Varl, Pr. Ströhen und Alt-Espelkamp nämlich gemacht. Die Landfrauen waren zum Schluss der Veranstaltung ebenso zufrieden wie die Besucher. Auch wohl deswegen, weil die heimischen Landfrauen den Tag gemeinsam mit der Rahdener „Multikulti“-Kochgruppe gestalteten. An deren Stand gab es russische und türkische Spezialitäten.

Unter dem Motto „Aufgetischt“ deckten die Landfrauen aus Rahden den Bereich Essen und Trinken ab. Sie boten selbst gebackenes Brot und Kuchen aus eigener Herstellung, dazu frische Waffeln, eine alkoholfreie Bowle und weitere nach Hausrezepten hergestellte Rezepte an.

Bei den Kleinendorfer Landfrauen drehte sich alles „rund um die Kuh“. Auf ihrem Stand hatten Erwachsene wie Kinder die Möglichkeit, an einer schwarz-bunten Attrappe ihr Melkfähigkeiten zu testen, für die kleinen Besucher hatten sie zudem ein Quiz mit Fragen zum Milchvieh vorbereitet, und Kartoffeldruck mit Kindern war ein weiteres Angebot für Kinder.

Im Schatten des alten Eichenbestandes hatten die Pr. Ströher Landfrauen ihren Stand aufgebaut. Bei ihnen ging es kreativ-kulinarisch zu. Sie erfreuten die Besucher mit pfannenfrischem Pickert sowie Ölen, Essig und weiteren Gewürzen nach eigenen Rezepturen.

Die Landfrauen aus Varl hatten dagegen ein festes Dach über dem Kopf. In der Scheune des Museumshof-Ensembles gab es bei ihnen Flammkuchen und Platenkuchen aus dem Steinbackofen. Zuvor hatte Ulla Thielemann von den Kleinendorfer Landfrauen bei den Varlerinnen schon Nachbarschaftshilfe geleistet und sie in die Kunst und Tücken der Backofen-Handhabung eingewiesen. Als weitere „Varler Originale“ gab es handgefertigte Teddys und Krippen.

Die Landfrauen aus Alt-Espelkamp hatten ihren Standplatz ganz in der Nähe vom „Lütken Hus“ gewählt. Bei ihnen gab es „alles aus dem Garten“: Blumen, Kräuter, Gemüse, und, und, und…

Komplettiert wurde das Angebot     zum Schauen und Probieren  mit     alter    Handwerkskunst und von der Sielhorster Dreschflegelgruppe, die während des ganzen Tages mit ihren hölzernen Gerätschaften das zuvor geerntete Haferstroh vom kleinen Feld „bearbeitete“. Wilhelm Steinkamp reinigte das gewonnene Korn mittels einer „Windfege“, und das Stroh wurde zur Weiterverwendung zusammengelegt.

Die Rahdener Tourismusbeauftragte Jacqueline Pendzialek, die bei der Organisation und Durchführung vom rührigen Museumshof-Team unterstützt wurde, zog ein ausgesprochen positives Resümee des Aktionstages: „Mit fast 1 000 Besuchern sind wir sehr zufrieden, zumal an dem Tage ja alle Mühlen an der Westfälischen Mühlenstraße geöffnet hatten.“ Sie freute sich, dass schon jetzt alle Landfrauen signalisiert haben, dass sie beim nächsten Landfrauentag in zwei Jahren wieder mit dabei sein werden.

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