Bücherei-Türen stehen bald an drei Tagen offen / Computereinsatz hinterfragt

Längere Öffnungszeiten

Wehdem - In Stemwede gibt es nach der Zusammenlegung der Büchereistellen in Dielingen, Levern und Oppenwehe nur noch eine Bücherei. Die hat ihren Sitz an der Begegnungsstätte in Wehdem und soll laut Klaus Schumacher, Leiter des Fachbereiches Zentrales Gebäudemanagement bei der Gemeinde Stemwede, voraussichtlich ab Anfang Mai/Anfang Juni deutlich länger offen haben. Dafür sprach sich jetzt der Schulausschuss aus.

Bislang hatte die Bücherei zwei Stunden am Donnerstagnachmittag sowie montags bis donnerstags für Schüler in der großen Pause geöffnet. Durch die Neuregelung soll sie Montag- und Mittwochnachmittag sowie Freitagmorgen jeweils an drei Stunden geöffnet haben. Hinzu kommt ein Öffnungstag pro Schulferien-Woche. Die Zeiten der Schülerbibliothek bleiben gleich.

Laut der Verwaltung haben sich die Büchereileiterinnen Kathrin Gerke (Dielingen), Edelunde Asan (Wehdem) und Monika Kollweier (Levern) zur weiteren Mitarbeit bereit erklärt. Die verlängerten Öffnungszeiten kosten die Gemeinde nach eigenen Berechnungen rund 4 300 Euro Personalkosten (zuvor 2 050 Euro) jährlich. Durch die Zusammenlegung erhöht sich die Zahl der Bücher in Wehdem, was zusätzliche Regale notwendig machen könnte. Für die Anschaffung dieser und für drei Computer wurden 9 000 Euro im Haushaltsplan 2012 veranschlagt.

„Von welchen PCs reden wir hier? In den meisten Haushalten stehen doch Geräte zur Verfügung“, wunderte sich Wolfgang Fricke (FDP) bei der Schulausschuss-Sitzung in Wehdem über die Computer in der Bücherei. Ins gleiche Horn blies Jürgen Lückermann (FWG). Die Bücherei habe einen anderen Zweck, als im Internet zu surfen.

Die Schüler sollten ihre Nase nicht nur in Belletristik-Werke stecken, sondern in der „Mediathek“ auch sachlich arbeiten, verteidigte Wilhelm Riesmeier (SPD) die Recherche-Computer. „Es wäre fatal, wenn die nicht da wären.“ Laut Klaus Schumacher werden die Computer oft genutzt und hätten zudem eine Art Lockeffekt, denn durch sie würden mehr Kinder die Bibliothek nutzen. · kap

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