Rahdener „Kul-Tür“-Team setzt seine bewährte Arbeit unter Führung von Monika Büntemeyer fort

Kulturarbeit bleibt weiterhin ein Zuschussgeschäft

Frontfrau mit starkem Vorstandsteam: Monika Büntemeyer (vorn) hat das Steuerrad der Rahdener „Kul-Tür“ übernommen. Ihr zur Seite stehen (von links) Friedlind Thane, Marlies Beerhorst, Dr. Andrea Tafel-Schillinger, Rainer Benk, Silvia Kunter, Arndt Lindemann, Horst-H. Griepenstroh, Annegret Tegeler und Uschi Holzmeier. Es fehlt Elke Rüger.

Rahden - (Art) · Die Jahreshauptversammlung des Rahdener Kulturvereins „Kul-Tür“ ging trotz der Verabschiedung des scheidenden Vorsitzenden Detthard Wittler und der Wahlen, in deren Rahmen es eine Vielzahl an Vorstandsposten neu oder wieder zu besetzen galt, zügig über die Bühne.

Die Wahlen erforderten dank langfristiger Vorplanung und eines Komplettvorschlages kein langes Federlesen. Einstimmig beschloss die Versammlung, Monika Büntemeyer zur neuen Frau an der Spitze zu wählen. Ihr zur Seite steht zukünftig Rainer Benk. Arndt Lindemann wurde neuer erster Schatzmeister und tauscht somit mit Marlies Beerhorst als jetzige Stellvertreterin die Plätze. Die Position des ersten Schriftführers hat ab sofort Horst-H. Griepenstroh anstelle von Elke Rüger inne, Uschi Holzmeier löst Annegret Tegeler als 2. Schriftführerin ab. Diese wurde ebenso wie Elke Rüger neu in das Beisitzerinnen-Amt bestellt. Silvia Kunter, Dr. Andrea Tafel-Schillinger, Friedlind Thane wurden als Beisitzerinnen bestätigt, natürlich einstimmig. Inka Kurz und Hannelore Kühnen wurden ebenfalls wiedergewählt.

Detthard Wittler zeigte in einer Rückschau die Erfolgsgeschichte des Kulturvereins in den vergangenen 22 Jahren auf. Auf insgesamt 300 Veranstaltungen mit mehr als 60 000 Besuchern habe man es bisher gebracht, die Aktivitäten bei den jährlich wiederkehrenden Märkten und Stadtfesten nicht eingerechnet. 2 500 Besucher seien es allein 2010 gewesen, die nicht nur die Highlights wie „Scala & Kolacny Brothers“, das Drauflosspieltheater im Ferienprogramm, „Godspel“ zur Weihnachtsmarkteröffnung und Dieter Grell im Rahmen der Dezemberträume genossen hätten.

„Doch bestimmte Künstlergruppen können wir noch immer nicht erreichen“, machte Wittler auf ein Problem aufmerksam. „Nicht, dass diese nicht auf’s Land wollen. Wir haben nicht die entsprechenden Raumkapazitäten für die geforderte Mindestzuschauerzahl, die diese Akteure voraussetzen.“ Mit der Schließung des Hotels Bohne im vorletzten Jahr sei die einzige 1000er Räumlichkeit ersatzlos weggefallen.

Dass das Kulturgeschäft auch weiterhin ein Zuschussgeschäft bliebe, stellte Wittler außer Frage. Mit den Beiträgen der derzeit 315 Mitglieder könne man gerade die laufenden Kosten begleichen. „Von der Stadt erhalten wir 1,25 Euro Bezuschussung pro Gast. Das ist noch ausbaufähig“, so Wittler mit einem Augenzwinkern an Bürgermeister Bernd Hachmann. Daher seien Sponsoren und Spenden für den Erhalt des kulturellen Angebotes in Rahden weiterhin unerlässlich. Überraschende Spenden wie die der Firma Harting zur Einweihung des Rahdener Werkes im vergangenen Jahr in Höhe von 5 000 Euro seien ein unerwarteter Geldsegen. „Es war ein gedanklicher Anstoß für uns, im zweiten Kul-Tür-Halbjahr 2011 auch dort eine Veranstaltung stattfinden zu lassen“, so die neue Vorsitzende in ihrer Vorausschau. Am 28. Oktober ist das Harting-Foyer Schauplatz eines Konzerts unter dem Motto „Klassik meets Kabarett“. Zuvor wird Anfang Juli die zweite Jahreshälfte mit einer Ausstellung von Bildern und Holzskulpturen in der Stadtsparkasse eingeläutet. In den anschließenden Sommerferien gibt es in Zusammenarbeit mit dem Laienspieltheater Schatulle eine Neuauflage des Drauflosspieltheaters für Kinder unter Leitung von Friedlind Thane. Und „Nathan, der Weise“ hält am 23. September Einzug in die St. Johanniskirche. Wer das Adventskonzert am Vorabend der Dezemberträume bestreiten wird, ist derzeit noch offen. „Ebenso, ob es uns gelingt, die Ungarische Kammerphilharmonie für das Neujahrskonzert 2012 erneut zu verpflichten.“

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