Heiligabend besonderer Gottesdienst in der Stiftskirche

Krippenspiel mit modernem Touch

Der Jugendchor gestaltete Heiligabend unter der Leitung von Olga Rust den musikalischen Rahmen für den Gottesdienst in der Leverner Stiftskirche. Fotos (3): Mühlke

Levern - (hm). Heiligabend gehört für viele Familien vor der Bescherung der Besuch des Gottesdienstes zum Weihnachtsfest dazu – in den Ortschaften der Gemeinde Stemwede ebenso wie in der Stadt Rahden. Auch in Levern füllte sich am 24. Dezember die Stiftskirche trotz widriger Straßenverhältnisse schon am Nachmittag. Die verschneiten Fußwege erforderten einiges Geschick, insbesondere von älteren Gottesdienstbesuchern, um den Stiftshügel zu erklimmen.

        Allen, die sich die Mühe des erschwerten Weges in das Leverner Gotteshaus gemacht hatten, bot die festlich geschmückte Stiftskirche bereits beim Eintritt ein Gefühl der Wärme und Geborgenheit. Große, feierlich herausgeputzte Tannenbäume mit bunten Sternen und Strohschmuck sowie vielen Kerzen, Sträuße aus Tannengrün mit dicken roten Schleifen, eine rustikale Krippe und große leuchtende Sterne zierten den Altarraum.

Pfarrer Thomas Horst begrüßte die Gemeinde zum festlichen Gottesdienst zu Ehren der Geburt Jesus. „Ihm zur Ehre sind wir zusammen gekommen um zu sehen, zu hören und zu singen.“ Bevor der Jugendchor unter Leitung von Olga Rust mit „Lieber Gott schick uns deine Engel, damit wir niemals allein sind“ auf den besinnlichen Abend einstimmte, ließen die Gottesdienstbesucher die Kirche mit Gesang erklingen.

Nach etlichen anderen vorweihnachtlichen Aktivitäten wollten am Heiligabend Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern und Großeltern die Geschichte um die Geburt Jesu hören und sehen. Die Konfirmanden hatten eigens dafür ein ganz besonderes Krippenspiel eingeübt. Auf Befehl des römischen Kaisers Augustus mussten im Jahre Null alle Bewohner des Reiches an einer Volkszählung teilnehmen und sich in Steuerlisten eintragen lassen. Dazu sollte jeder an den Ort seiner Herkunft reisen. Auch Josef und seine im neunten Monat schwangere Verlobte Maria zogen von Nazareth nach Bethlehem. Für Maria war die Reise aufgrund ihres Zustandes beschwerlich. Sie konnten nicht so schnell reisen, darum waren bereits alle Herbergen in Bethlehem belegt. So fragten sie bei verschiedenen Herbergsvätern nach einer Bleibe.

Einer von ihnen muss ein Vorfahre des bekannten Comedians Rüdiger Hoffmann gewesen sein: „Ja, hallo erstmal – ich weiß gar nicht ob ihr´s wusstet…“. Dafür gab es viel Szenenapplaus für die jungen Akteure, die damit das Krippenspiel besonders modern und lebendig wirken ließen. Die Ereignisse nahmen ihren bekannten Lauf, Maria und Josef fanden Unterkunft in einem Stall, wo Maria ihr Kind zur Welt brachte.

Mit Weihnachtswünschen holte Pfarrer Horst die Gemeinde zurück aus der biblischen Geschichte in den Gottesdienst. Mit dem Satz „Was man tut, soll man mit Liebe tun, sonst lässt man besser die Finger davon“, verschenkte er das Herz Jesu und warf symbolisch ein Plüschherz in die Reihen. Mit dem Beschenken wird noch heute das Fest der Geburt Jesus gefeiert.

Mit Gebe und Segen entließ der Geistliche seine Gemeinde in besinnliche Weihnachtstage zu Hause oder unterwegs.

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