Elf Schülerinnen und Schüler der Rahdener Freiherr-vom-Stein-Realschule lasen im Bahnhof selbst verfasste Geschichten

Kreativität kannte kaum Grenzen

Gestalteten mit ihren Erzählungen einen abwechslungsreichen Abend im Rahdener Bahnhof: Jenny Rempel, Vanessa Will, Carina Schmidt, Jan Tysper, Luca Pappenhagen, Imke Nordhorn, Linda Schwarze, Valene Köhn, Marcel Hartlage, Monique Kohnke und Merle Picker.

Rahden - (Art) · Ein wenig nervös waren sie schon und eine gehörige Portion Herzklopfen hatten die jungen Leute auch, als Maria Schlee am Keyboard mit Whitney Houstons „One Moment in Time“ einen ganz besonderen Moment in deren Leben einläutete.

        Elf Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Realschule präsentierten in einer Lesung im Rahdener Bahnhof ihre selbst verfassten Geschichten, zu denen sie sich durch Bildvorlagen inspirieren ließen. Der ermutigende Applaus des Publikums war nicht der einzige, der an diesem Abend unterstrich, dass die Mädchen und Jungen mit ihren Geschichten kleine ganz persönliche und individuelle Meisterwerke geschrieben hatten. Das Publikum, vorwiegend Eltern, Freunde, Verwandte und Mitschüler, war am Ende sehr begeistert.

Initiiert wurde das kreative Schreibprojekt in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei. „Eine Kooperation, die schon seit einigen Jahren besteht“, so Büchereileiterin Andrea Al Saydali. Mittlerweile hätten sich eine Reihe an Projekten fest etabliert, die jedes Jahr in etwas abgewandelter Form ihre Wiederholung fänden. Das kreative Schreiben stand vor kurzem in der neunten Jahrgangsstufe auf dem Programm, rund 120 Schüler aller vier Klassen waren in das Thema „Bildergeschichten“ involviert. „Wir haben die Kinder in die Stadtbücherei eingeladen, damit sie sich durch Gemälde und Fotos aus der Kunstgeschichte aller Epochen inspirieren lassen konnten. „Jeder erwählte sich seinen ganz persönlichen „Bildfavoriten“, doch keine Bildbeschreibung, sondern eine Erzählung war gefordert“, berichtet Deutschlehrerin Margarete Kaiser, die das Projekt seitens der Realschule koordinierte.

Rund Zehn Tage hatten die Schüler Zeit, ihre Gedanken, Ideen und Vorstellungen in Worte zu fassen. „Die Beschäftigung mit Sprache und deren gezielten Einsatz geschieht unter dem Aspekt der Leseförderung“, so die Pädagogin.

Und die Kreativität kannte bei den jungen Nachwuchsschriftstellern keine Grenzen. Von der Liebesgeschichte über Krimis bis hin zu Gruselgeschichten war alle vertreten. „Maler der Romantik, wie beispielsweise Caspar David Friedrich, eignen sich ganz besonders für Gruselgeschichten“, war die Meinung einiger Schüler. Andere, wie Linda Schwarze, hatten nicht nur ihre Geschichte selbst geschrieben, sondern auch die Bildvorlage selbst hergestellt. „Bei mir war es ein Foto, das ich während eines Spanienurlaubes gemacht habe“, erzählt die 15-jährige. Barcelona bei Sonnenuntergang mit Blick auf die Stadt – für Linda Anregung genug, in ihrer Phantasie eine romantische Geschichte zwischen Mord und Traum entstehen zu lassen.

Eine Jury, bestehend aus Lehramtsstudenten, Juristen – sprich: Menschen, die sich mit Sprache und Grammatik auskennen, wählten die besten Beiträge aus, nachdem bereits in den Klassen ein Vorentscheid vorgenommen wurde. „Erfreulich ist, dass auch die Jungen bei diesem Projekt stark vertreten sind“, so Kaiser.

Jetzt nahmen die Auserwählten die Herausforderung an, nicht irgendeine, sondern ihre eigene Geschichte dem Publikum vorzutragen. Ein Stück Persönlichkeit, das sie der Öffentlichkeit zugänglich machten, natürlich ohne im Vorfeld den perfekten Auftritt zu üben. Jonas Wall und Dennis Cybulski, ebenfalls Schüler der neunten Jahrgangsstufe übernahmen es, locker und flockig durch den Abend zu führen. Mittels Beamer wurden die zugrunde liegenden Bilder auf der Großbildleinwand gezeigt, um auch dem Publikum visuell die Möglichkeit zu geben, sich in das Geschehen in der Erzählung hineinzuversetzen. In der Pause gab es ausreichend Gelegenheit, sich bei einem Erfrischungsgetränk mit den jungen Autoren über ihre Werke zu unterhalten.

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