Für Sanierung des Heimathauses in Levern

Die Kosten werden nicht überschritten

Heinrich Rust verfolgt den Fortschritt der Sanierungsarbeiten am Leverner Heimathaus längst nicht nur aus der Ferne. Meistens ist er mittendrin, wenn es etwas zu tun gibt.

Levern - (ges) · Das Erfreuliche zuerst: „Wir kommen mit dem veranschlagten Geld aus“, teilte Bau-Techniker Klaus Tellbüscher vom Fachbereich Zentrales Gebäudemanagement der Gemeinde Stemwede gestern Mittag mit. Das weniger Erfreuliche: Die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Heimathaus in Levern verschieben sich nach hinten.

Dafür nannte Tellbüscher zwei Gründe: „Zum einen hat uns der lange Winter uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Arbeiten erheblich verzögert, zum anderen wurde während der Sanierungsarbeiten festgestellt, dass die auf den ersten Blick noch intakten Holzbalken auf der Nordseite des Heimathauses im Kern ebenfalls marode waren und daher ebenfalls ausgewechselt werden mussten.“ Alles in allem zeigte sich der Experte gestern aber mit Blick auf den Fortschritt der Arbeiten zufrieden: „Eines der ältesten Gebäude im historischen Ortskern hat schon wieder ein Gesicht.“ Die Kosten bezifferte er auf knapp 300 000 Euro. „Eine Überziehung der Bausumme hätte bei der angespannten Haushaltslage der Gemeinde sicherlich zu großen Schwierigkeiten geführt“, gab Tellbüscher zu. 80 Prozent der Sanierungskosten kommen aus Töpfen des Landes Nordrhein-Westfalen – aus Mitteln für die Denkmalförderung und zum Erhalt ländlicher Bausubstanz. Das teilte Klaus Schumacher auf Anfrage mit. Der Anteil der Gemeinde beläuft sich damit auf rund 60 000 Euro.

Derzeit sind Mitarbeiter heimischer Handwerksbetriebe mit Maler- und Tischlerarbeiten beschäftigt. Die alten Fenster wurden nach Vorgaben des Denkmalschutzes durch neue Sprossenfenster ersetzt. Im westlichen Giebel wurden die vorhandenen Fenster aufgearbeitet und von innen zusätzlich Thermopane verglaste Elemente vorgesetzt. Sämtliche Außenwände wurden mit einer Thermohanfkonstruktion gedämmt. Auch die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Die Holzsanierungen hatte zuvor die Fachfirma Möller aus Tonnenheide ausgeführt. Derzeit läuft der Außenanstrich der Gefache.

Die Mitglieder des Heimatvereins stehen bereits in den Startlöchern, um innen weiter zu machen. „Auch viele Fachkräfte haben ihre Unterstützung zugesagt“, freut sich Karin Klanke. „Sie wollen beim Streichen und Tapezieren helfen, kleinere Maurerarbeiten ausführen und Fliesen legen, wo es notwendig ist.“

Auch Heimathaus-Leiter Heinrich Rust freut sich. Er hat zwischendurch schon immer mal mit Hand angelegt, wenn es etwas zu tun gab, und wird die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer natürlich auch bei den schon in wenigen Wochen beginnenden Einräumarbeiten helfen.

Wenn die Handwerker ihre Arbeiten abgeschlossen haben, steht aber erst einmal eine Grundreinigung auf dem Plan. „Auch dabei wollen viele helfen, Mitglieder des Heimatvereins ebenso wie weitere Leverner Bürger, denen das Wohl des Heimathauses am Herzen liegt“, berichtet Karin Klanke.

Auch die Ortsheimatpflegerin weiß, dass die Arbeiten im Verzug sind und öffnet daher ein neues Zeitfenster: „Wenn am zweiten Wochenende im Dezember der Weihnachtsmarkt im historischen Ortskern läuft, dann wollen wir die Räume des Heimathauses wieder nutzen, ganz gleich, ob dann schon alle Ausstellungsstücke wieder am richtigen Platz stehen oder liegen.“ Es sei sowieso geplant, manche Exponate künftig optimaler zu präsentieren.

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