Stadt Rahden, Gymnasium und Berufskolleg unterzeichnen Vereinbarung

Kooperation festgezurrt

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Die Kooperation mit der Sekundarschule ist festgezurrt: Hauptamtsleiter Werner Thielemann (v.l.), Kreisdirektorin Cornelia Schöder, Ingrid von Mitzlaff, Schulamtsleiterin Antje Gieselmann, Realschulleiterin Ursula Radecker, Bürgermeister Bernd Hachmann, Henrik Grunwald, Landrat Ralf Niermann und Stefan Becker nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen. ·

Rahden - Es sei eine „historische Stunde“, meinte gestern Nachmittag Rahdens Bürgermeister Bernd Hachmann während der Unterzeichnung der beiden Kooperationsvereinbarungen zwischen der künftigen Sekundarschule und dem Berufskolleg Lübbecke sowie dem Rahdener Gymnasium.

Beide Einrichtungen verpflichten sich darin, Sekundarschüler, die die entsprechende Qualifikation mitbringen, aufzunehmen und im pädagogischen Bereich eng zu kooperieren, um einen möglichst reibungslosen Übergang der Schüler in die gymnasiale Oberstufe zu gewährleisten. So wird das Gymnasium beispielsweise Beratung und Lehrkräfte zur Verfügung stellen, falls in der Sekundarschule Latein als dritte Fremdsprache angeboten wird. Das Berufskolleg bietet unter anderem Projekte mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Informatik, Technik oder Sozialwesen an, um die Schüler bei der Berufswahlorientierung zu unterstützen. Mit 56 Schulformen halte das Berufskolleg ein breites Bildungsangebot vor, erklärte dessen Leiter Stefan Becker, der besonders das berufliche Gymnasium mit seinen Schwerpunkten Wirtschaftsgymnasium sowie Erziehung und Soziales hervorhob.

Zwar beschreitet die Stadt Rahden mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 einen neuen Weg, ein bisschen ausgetreten ist der Pfad allerdings schon. Denn bereits jetzt gibt es eine „hervorragende Zusammenarbeit“ zwischen Gymnasium, Realschule und Hauptschule, wie Gymnasiumsleiterin Ingrid von Mitzlaff betonte. Da bereits Real- und Hauptschüler in die Oberstufe wechselten, sei das Gymnasium auf deren Bedürfnisse gut eingestellt. Die kurzen Wege innerhalb des Schulzentrums seien ein großer Vorteil, ergänzte Hauptschulleiter Henrik Grunwald. Eine „Rumpf-Sekundarschule“ habe Rahden damit eigentlich schon, so Hachmann.

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Stadt mit der Gründung der Sekundarschule dem Wunsch vieler Eltern nach längerem gemeinsamem Lernen ihrer Kinder Rechnung trage. Weil diese sich künftig erst später für einen Abschluss entscheiden müssten, stünden ihnen zu Beginn noch alle Türen offen. Zudem könnten Schüler in der neuen Einrichtung deutlich besser gefördert werden.

Diese Möglichkeit der besseren individuellen Förderung hob auch Landrat Dr. Ralf Niermann als eine der wesentlichen Eigenschaften der Sekundarschule hervor, die bereits in fünf weiteren Kommunen des Kreises, darunter in Stemwede, auf den Weg gebracht wurde. Durch die enge Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen sei langfristig ein qualitativ hochwertiges Schulangebot gesichert.

Die Anmeldefrist für die Sekundarschule läuft vom 24. Februar bis zum 8. März. · mer

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