„Weihnachten im Schuhkarton“: 1 907 Päckchen aus Stemwede

Kleine Wunder im Doppelpack

Haben Freude am Schenken (von links): Evelyne Reinhardt, Regionalleiterin Westdeutschland des Vereins „Geschenke der Hoffnung“, die Gymnasiastin Astrid Hafer und „Weihnachten im Schuhkarton“-Organisatorin Elisabeth Stammeier aus Westrup. Fotos (2): mku

Wehdem - (mku) · Fast acht Millionen Weihnachtspäckchen wurden 2009 an bedürftige Kinder in aller Welt verschickt. Gut 537 000 kamen aus Deutschland, 1 907 aus Stemwede – ein neuer Rekord.

        „Wenn man bedenkt, dass hinter jedem Paket mindestens ein glückliches Kind steht, ist das wirklich enorm“, meine Elisabeth Stammeier, die die jüngsten Ergebnisse des Projektes „Weihnachten im Schuhkarton“ am Sonnabendnachmittag im Wehdemer Gemeindehaus vorstellte. Die Gymnasiastin Astrid Hafer und die Regionalleiterin Westdeutschlands vom Verein „Geschenke der Hoffnung“, Evelyne Reinhardt, standen ihr dabei zur Seite.

Seit zwölf Jahren übernehmen Elisabeth Stammeier und ihre vielen freiwilligen Helfer in der Region die Organisation der weltweit größten Hilfsaktion für notleidende Kinder und prüfen und stapeln die zahlreichen Päckchen auf der Diele im Bokemühlenweg 7 in Westrup. Insgesamt 17 919 Geschenkboxen kamen auf diese Weise in den letzten zwölf Jahren zusammen. „Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie viel Freude die Leute trotz Wirtschaftskrise am Schenken haben“, erzählte die ambitionierte Kindergärtnerin. Eine Familie sei im vergangenen Jahr sogar drei Mal bei ihr angerückt – jedes Mal mit einem voll beladenen Auto.

Evelyne Reinhardt, die für den Dankeschönnachmittag extra aus Bonn angereist war, und die 14-jährige Schülerin Astrid Hafer pflichteten ihr bei. Die beiden Frauen waren 2009 nach Bulgarien und in die Slowakei gefahren, hatten die Geschenke dort an die Kinder verteilt und auf diese Weise vielleicht sogar noch mehr gewonnen, als die Beschenkten selbst. Zu sehen, wie sehr sich die Kinder, die in Baracken hausen und bei Temperaturen von Minus 23 Grad teilweise barfuß herum laufen müssen, über Schuhe, Mützen, Zahnbürsten und einfaches Spielzeug freuen, sei überwältigend. Dass die Kinder meistens auch noch genau das bekamen, was sie sich gewünscht hatten, grenze an ein kleines Wunder. Ein Junge hatte sich beispielsweise nichts sehnlicher als eine Badehose gewünscht, weil er für einen Ausflug in ein Ferienlager ausgesucht worden war – prompt hatte er eine bekommen.

Diese „kleinen Wunder“ spielten sich allerdings nicht nur jenseits der deutschen Grenzen, sondern auch hierzulande ab. Evelyne Reinhardt etwa hatte die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ soviel Kraft und Lebensmut gegeben, dass sie den Brustkrebs überwunden hat, an dem sie vor geraumer Zeit erkrankt war. Sie erzählte außerdem von einer alten Frau aus Thüringen, die sich nach dem Tod ihres Mannes aufgegeben hatte. Als sie sich dem Hilfsprojekt anschloss, erblühte sie jedoch zu neuem Leben. „Innerhalb eines Jahres hat diese Frau 250 Schals, Mützen und Handschuhe für die Kinder gestrickt“, berichtete die Regionalleiterin Westdeutschlands vom Verein „Geschenke der Hoffnung“.

Für alle, die (auch) in diesem Jahr bei der Aktion mitmachen wollen, hatte Evelyne Reinhardt abschließend auch noch ein paar Tipps parat: Unentschlossene sollten ein Päckchen für Jungs zwischen zehn und 14 Jahren packen, da für diese nur halb so viele Geschenke geschickt würden wie für gleichaltrige Mädchen. Ganz wichtig seien auch ein Kuscheltier als Inhalt und eine möglichst schöne und farbenfrohe Verpackung – fast alle Kinder würden die bunt beklebten Kartons nämlich als Schatzkiste nutzen.

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