Schuss Nummer 572 bringt in Rahden die Entscheidung / Jungkönig ist Max Möller

Klaus Serafin bezwingt den Adler

Auf Händen getragen: Der neue König der Rahdener Schützengilde ist Klaus Serafin (r.). ·
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Auf Händen getragen: Der neue König der Rahdener Schützengilde ist Klaus Serafin (r.). ·

Rahden - Wenn Klaus Serafin, Torsten Wiefhoff, Friedrich-Wilhelm Hohn und Gilde-Major Ulrich Beerhorst gestern Nachmittag für jedes „Soll ich denen mal zeigen, wie das geht?“ vom Publikum einen Euro bekommen hätten, die Sturmschützen wären heute nicht nur an Erfahrung reicher.

Beim Königsschießen an der Wehme in Rahden dauerte es länger als dreieinhalb Stunden, bis die Mitglieder wussten, wer der neue Schützenkönig der Rahdener Schützengilde ist. Die Zuschauer harrten aus, die meisten suchten nach einiger Zeit jedoch ein schattiges Plätzchen auf, denn die Sonne zeigte sich den gesamten Nachmittag über von ihrer besten Seite.

Das Rennen am Schießstand machte schließlich Klaus Serafin mit dem 572. Schuss. Erleichtert fiel er seinen Vereinskameraden in die Arme. „So lange hat das hier glaube ich noch nie gedauert“, reagierte Rahdens Ortsvorsteher Reinhard Warner kurz vor der Königs-Gratulation auf das Ergebnis.

An Klaus Serafins Seite steht seine Gattin und Königin Regina. Adjutanten sind Klaus-Dieter und Bea Döpke sowie Friedrich-Wilhelm und Annegret Hohn.

Der widerspenstige Adler der Schützen schien nicht fallen zu wollen. Spanweise rieselte er nach der flotten Entfernung des Beiwerks zu Boden. Die Krone hatte Klaus-Dieter Döpke mit dem 45. Schuss entfernt, das Zepter Andre Kleinoth mit dem 96. Treffer. Den Apfel fällte Benjamin John mit Schuss Nummer 107.

Gemeinerweise hatten die Jungschützen ihren älteren Vereinskameraden vorgemacht, wie man einen Holzvogel ergebnisorientiert zerlegt. Mit dem dritten Schuss hatte Thorsten Sprado die Krone getroffen, mit dem 25. Max Möller das Zepter. Einen Treffer später segelte der Apfel durch einen Schuss von Joana Döpke zu Boden. Bis zum Ende feuerten Jan Pretzel, Max Möller und Thorsten Sprado auf den Adler, den Jungschützenkompanie-Chef Max Möller mit dem 256. Schuss der Schwerkraft übergab und sich so zum Jungschützenkönig machte. Als seine Königin wählte er Katharina Fahrmeyer. Die Adjutanten des Jungschützenkönigspaares sind Joana Döpke und Vizekönig Jan Pretzel.

Bei der Hitze an der Wehme rauchten die Köpfe: Was aber wegen des neuen Nichtraucherschutzgesetztes erstmals rauchfrei blieb, war das Festzelt. Wie berichtet, hatten die Rahdener Schützenvereine sich vom städtischen Ordnungsamt aufklären lassen, was zu tun ist, um rechtlich abgesichert zu sein.

Beim Antritt der Gastvereine habe man auf das Rauchverbot aufmerksam gemacht, erklärte Gildesprecher Dirk Bestert. Im Zelt wurden Schilder aufgehängt, Aschenbecher gab es keine. Eine Raucherecke hatte der Verein am Zelt eingerichtet. Habe doch mal jemand im Zelt gequalmt, so habe man die Person angesprochen, und gebeten, die Feststätte für eine Zigarettenlänge zu verlassen, so Bestert zufrieden. „Wir wurden von der Stadt gut vorbereitet.“ · kap

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