AWO Kindergarten „Villa Kunterbunt“ schloss seine Tore nach 14 Jahren / Erzieherinnen und Elternrat sagten Danke

Kinder wurden rausgeworfen

Nur fliegen ist schöner…

Twiehausen - (hm) Eine Ära geht zu Ende. Der Twiehauser AWO Kindergarten „Villa Kunterbunt“ schließt nach 14 Jahren seine Tore. Die zu betreuenden Kinder werden in den Kindergärten in Levern, Niedermehnen, Oppenwehe und Wittlage untergebracht.

Mit einem großen Familienfest haben sich Erzieherinnen der Einrichtung, Elternrat und Eltern bei der Bevölkerung für die großartige Unterstützung in den vergangenen 14 Jahren bedankt.

Schon am Sonnabendvormittag begann für die Kinder der Einrichtung das Fest mit einem spannenden Eseltrecking durch den Stemweder Berg mit dem Eselhof Priesmeier. Ein Räuberpicknick rundete den Vormittag ab, bevor es am Nachmittag mit bester Unterhaltung für die ganze Familie weiter ging.

Das Mühlheimer Figurentheater „Wodo“ zeigte ein Puppenspiel rund um die Abenteuer von Pippi Langstrumpf, denn das große Haus von Pippi Langstrumpf, die Villa Kunterbunt, gab einst der Twiehauser Einrichtung ihren Namen. Gespannt schauten die Kinder unter freiem Himmel dem Geschehen auf der Theaterbühne zu. Dorothee Wellfonder und Wolfgang Kaup-Wellfonder begeisterten mit ihren Marionetten, schallendes Lachen und tosender Applaus waren ihnen sicher.

An anderer Stelle konnte am Glücksrad gedreht werden und in einer großen Foto-Ecke schwelgten die Besucher, Eltern und Kinder, aber auch die Erzieherinnen in Erinnerungen an vergangenen Zeiten mit vielen Höhepunkten, die im Laufe der Jahre festgehalten worden waren.

Die Themen Schließung und Abschied wurden mit den Kindern im Vorfeld im Stuhlkreis und bei anderen Aktivitäten besprochen und von den Kids recht unterschiedlich aufgenommen. Gemeinsam mit ihrer Erzieherin Ina Eilers erstellten die Jungen und Mädchen einen Kalender unter dem Motto „Kinder, wie die Zeit vergeht“. Hier konnten sie genau verfolgen, wie lange es noch bis zur Schließung dauerte. Berufspraktikantin Stefanie Krämer erleichterte den Kindern die Frage, in welche Einrichtung sie künftig gehen, mit Hilfe eines „Fahrplanes“.

Viele Restbestände des Kindergartens, Spielzeug, Kuscheltiere, Bücher, Puzzles, aber auch Bastelartikel, Dekorationen und vieles mehr fanden Absatz beim großen Flohmarkt.

Für das leibliche Wohl hatten die Twiehauser Eltern gesorgt, viele Kuchen und Torten gebacken und Würstchen gegrillt. Der Erlös ist für den Erhalt des Twiehauser Spielplatzes bestimmt, damit es auch in Zukunft einen Treffpunkt für die im Ort lebenden Kinder gibt.

In einem Gedicht für die Erzieherinnen bedankte sich der Elternrat des Kindergartens für die vielen schönen gemeinsamen Jahre, denn nun hieß es endgültig Abschied zu nehmen.

So „flogen“ die Kinder nicht nur sprichwörtlich aus der Einrichtung. Von tatkräftigen Erzieherinnen und Elternräten wurden die Kids durch die Eingangstür geworfen und landeten draußen jauchzend auf einer dicken Turnmatte.

Diese Aktion machte auch vor den Erzieherinnen keinen Halt.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Fynn Schumacher regiert den Drohner Schützennachwuchs

Fynn Schumacher regiert den Drohner Schützennachwuchs

Fynn Schumacher regiert den Drohner Schützennachwuchs
Wer hat die Brandmaus gesehen?

Wer hat die Brandmaus gesehen?

Wer hat die Brandmaus gesehen?

Kommentare