Besucher des Oppenweher Mühlentages trotzen Wetter / 15 Jahre Mühlenmusikanten / Männerchor Amtshausen trat auf

Kinder standen im Mittelpunkt

Alle Generationen vertreten: Josie (1) inspizierte mit ihrer Tante Kerstin (l.) und ihrer Oma Barbara (Mitte) das Spielzeug-Angebot.

Oppenwehe - (kp) Obwohl Regenschirme am Sonntag zeitweise das Bild auf dem Oppenweher Mühlengelände prägten, war die Stimmung bei den zahlreichen Gästen und den Veranstaltern des Mahl- und Backtages ausgesprochen gut.

„Es war heute von Anfang an rappelvoll. Ich bin total zufrieden. Es sind viel mehr Leute da, als wir erwartet haben und der Kindertag und der Kinderflohmarkt werden richtig gut angenommen“, zog Karl-Heinz Bollmeier, Vorsitzender der Mühlengruppe, am späten Nachmittag sein Resümee. Bemerkbar machte sich der Besucheransturm nicht nur an den draußen stehenden Tischen und Bänken, auch die Kuchenreserven schwanden im Café dahin.

„Manche Besucher warten einfach in ihrem Auto, wenn ein Regenschauer kommt und kommen dann wieder zurück auf den Platz“, freute sich Bollmeier über die Begeisterung und die Flexibilität der Gäste.

Für das Zurückkommen gab es aber auch einige gute Gründe. Da war zum einen der 30-köpfige „Männerchor Amtshausen“, der zwei Auftritte im Laufe des Tages absolvierte. Auch für die Sänger des 1921 gegründeten Vereins war es ein besonderes Ereignis, denn sie präsentierten sich einem Publikum erstmals (fast) unter freiem Himmel. Shantys und Volkslieder bestimmten die Darbietung der Chor-Mitglieder, die mit ihren Frauen angereist waren und vor ihrem Auftritt ein paar Sehenswürdigkeiten im Nordkreis besucht hatten.

Ein anderer guter Grund war der Kinderflohmarkt. 20 Stände boten Spielzeug, Hörspiele, Lego und was sonst so in ein Kinderzimmer gehört. Mit Regenschirmen hätten die jungen Händler ein „Bombengeschäft“ machen können. Das wusste auch Lea Brand aus Oppenwehe. Einen Regenschirm hatte sie angeboten und der „war gleich am Anfang weg“, berichtete sie.

Bereits zum vierten Mal stellte der Mühlenverein die jungen Besucher in den Mittelpunkt. Vereinsmitglied Sigrid Lübke hatte mit vielen Helfern zahlreiche Spiele und Aktionen für die Kinder vorbereitet. Aufgaben eines Stationslaufes waren unter anderem Memory, Torwand- Schießen, Sackhüpfen und Mehl abwiegen. Auch ein Oppenwehe-Quiz hielt die Kids auf Trab und forderte zudem das Wissen der Erwachsenen, denn sie mussten bei schwierigen Fragen weiterhelfen. Bei so viel Unterhalten blieb gar keine Zeit für Langeweile. Und wer doch mal etwas Ruhe brauchte, konnte sich von den drei Friseurinnen des Oppenweher Friseursalons „Haarmonie“ Haar-Tattoos oder Strähnen in verschiedenen Farben machen lassen.

Zwischen den Auftritten des Männerchores besetzten die Oppenweher Mühlenmusikanten die Remise. Die neun Musiker hatten allen Grund zum Feiern, denn vor 15 Jahren gründeten Friedel Benker, Wilhelm Hagedorn und Erwin Wüppenhorst, die immer noch aktiv dabei sind, die Band, die sich seitdem ständig erweitert und auf vielen Festen und bei vielen Gelegenheiten im Mühlenkreis aufspielt. Am Freitag und Sonnabend hatten sie schon auf dem Wehdemer Schützenfest für Stimmung und Tanzmusik gesorgt, bevor am Sonntag ein „Heimspiel“ angesagt war. Mit so vielen Besuchern feierte am Sonntag sicher sonst niemand im Kreis Geburtstag.

nStationslauf und

nOppenwehe-Quiz

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Geld aus Rom: Notstand für Venedig beschlossen

Geld aus Rom: Notstand für Venedig beschlossen

"Death Stranding" im Test

"Death Stranding" im Test

Islamischer Dschihad vereinbart Waffenruhe mit Israel

Islamischer Dschihad vereinbart Waffenruhe mit Israel

Was von der Wut übrig ist - Ein Jahr "Gelbwesten"-Proteste

Was von der Wut übrig ist - Ein Jahr "Gelbwesten"-Proteste

Kommentare