Geflügelzüchter stellten Brutkästen zur Verfügung

Kinder und Küken

Bunte Eier und piepsende Küken im Wehdemer Kindergarten. Die Kinder sind begeistert, die Erwachsenen (v.l.) Uschi Bick, Ann-Christin Langhorst, 2. RGZV-Vorsitzender Jürgen Lutkewitz und Vorsitzender Martin Thiesing sowie Kindergartenleiterin Angelika Nordloh und Sabine Gratz nicht minder.

Rahden - STEMWEDE/RAHDEN (art/km/SoR) · Große Freude herrschte gleich in drei Kindergärten vor dem Osterfest. Waren in Pr. Ströhen, Wehe und Wehdem doch die Küken geschlüpft. Zuvor hatten die Kinder jeden Tag gespannt auf die von den jeweiligen Rassegeflügelzuchtvereinen (RGZV) zur Verfügung gestellten Eier in den Brutkästen geschaut.

Der RGZV Pr. Ströhen hatte vor knapp drei Wochen rund 40 befruchtete Eier in den Brutkasten gelegt. Viele Fragen rund um Henne und Ei mussten die Erzieherinnen in den 21 Tagen, die es dauert, bis die Küken schlüpfen, beantworten.

„Das Ei ist ein Symbol für die Schöpfung, für die Entstehung neuen Lebens“, schlug Elke Bödeker die Brücke zum christlichen Glauben. Das „neue Leben“ konnten die Kinder in dieser Woche begrüßen. Nicht nur die verschiedenen Rassen hielten einige Kinder auseinander. „Ganz junge Geflügelzüchter“ wie die kleine Nele wussten sogar, welche Küken aus welchen Eiern geschlüpft waren.

Erstmalig haben die Kindergartenküken einen eigenen Paten. Denn auf dem Hof von Reinhard Habben können die Kinder immer mal wieder zwischendurch verfolgen, wie ein Teil der Küken wächst und gedeiht. „Dann ist der Abschied bis zur Ortschau des RGZV im Oktober, die wir traditionell mit den Kindern besuchen, nicht ganz so lang“, so Erzieherin Maren Abeling.

Als Trostpflaster für den Auszug der Küken gab es für alle Kindergartenkinder und die Kinder der Schulkindbetreuung am Gründonnerstag ein großes Ostereiersuchen. Die rund 150 Eier, die vom Elternrat und weiteren fleißigen Helfern eingefärbt wurden, waren ebenfalls eine Spende der Geflügelzüchter.

Nicht viel anders war es im Kindergarten Wehe. Schon zum 15. Mal hatte Elfriede Langhorst vom Rassegeflügelverein Wehe im Kindergarten eine Brutmaschine aufgestellt und mit rund 50 Eiern der Hühner verschiedener Rassegeflügelzüchter bestückt. Zweimal pro Woche kam Elfriede Langhorst vorbei, um die Eier in einem abgedunkelten Raum zu durchleuchten. Auch dabei durften die Kinder zusehen. Jetzt sind alle Küken geschlüpft. Und essind längst nicht alles hellgelbe Osterküken. „An Farbe und Größe kann man jetzt schon die Rasse erkennen“, erklärte Langhorst. Etwa drei Kilogramm schwer wird ein Hampshire- oder Wyandotten-Huhn. Auf nur 500 Gramm bringen es Zwerghühner wie das Bantam.

„Die Kinder sind jedes Jahr ganz begeistert“, erklärt Birgit Bordewisch, Leiterin im DRK-Familienzentrum. „Und manch Erwachsener konnte auch noch etwas lernen“, fügt sie hinzu. Nach Osterfrühstück und Ostereiersuchen heißt es für die Kindergartenkinder Abschied nehmen von den Küken. Der Hühnernachwuchs geht zurück an die Rassegeflügelzüchter. Im Herbst auf der Geflügelausstellung gibt es ein Wiedersehen.

Die Geflügelzüchter Martin Thiesing und Jürgen Lutkewitz haben im Wehdemer Kindergarten die Eier von Zwerg-Barnefeldern, Zwerg Wyandotten und Zwerg New Hampshire ausbrüten lassen. Seit Wochenanfang sind jeden Tag Küken geschlüpft, sehr zur Begeisterung der Kinder und auch der Erzieherinnen. Drei Wochen lang hatten die Kinder jeden Tag beobachtet, was sich unter der künstlichen Brutkastensonne tut. Jetzt wissen sie, dass man Eier nicht nur essen kann, auch wenn es davon viele bunt gefärbte gab.

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