Guter Besuch und vielfältiges Angebot bei der Haldemer Waldweihnacht im idyllischen Ilweder Wäldchen

Kinder kamen besonders auf ihre Kosten

Wilhelm Nolte war in Haldem mit Weihnachtlichem und Winterlichem aus Holz vertreten.

Haldem - (ges) · Der sechsjährige Leon ließ sich nicht stören. Er schaute erst hoch, als der Metallstern fertig war, den er mit großem Eifer im Bastelzelt unter der Anleitung von Renate Lohmann herstellte. Ungezählte Male hatte er mit einer Nadel kleine Löcher in das dünne Metallsternchen gestochen und damit ein Muster geformt. Beim abschließenden Betrachten seines Kunstwerks war Leon mit seiner Arbeit sehr zufrieden. „Der Stern kriegt einen besonderen Platz an unserem Tannenbaum“, war er sich der kleine Künstler sicher.

        Auch bei der sechsten Auflage der Haldemer Waldweihnacht im idyllischen Ilweder Wäldchen wurde besonders viel für die kleinen Besucher geboten. Im Bastelzelt konnten interessierte Kinder auch Schneelandschaften aus Tonpapier gestalten sowie Wichtelmännchen aus dünner Pappe bemalen, ausschneiden und zusammenstecken. Alle Aktionen wurden von Frauen des Schützenvereins beaufsichtigt. Sie gaben den Kindern nicht nur Ratschläge, sondern fassten auch mit an, wenn es sein musste.

Nach seinem künstlerischen Gestalten im Bastelzelt zog es den kleinen Leon mitten auf den Marktplatz zum Stockbrot backen ans offene Feuer. Birgit Babina hatte dort alle Hände voll zu tun, um immer neue Holzstäbe mit einem speziellen Teig zu umwickeln, den die Kinder aller Altersgruppen – mal mit Vati, mal mit Mutti – in der Glut garten.

Als die Dunkelheit einsetzte, veränderte das nicht nur die Atmosphäre positiv, es wurde auf dem Platz zwischen den Holzhütten auch immer voller. Wohl auch deswegen, weil sich für die Zeit der Nikolaus angesagt hatte, der auch prompt mit einer Kutsche auf dem Platz eintraf, eine Runde durch die Menschenmenge drehte, sich vorstellte und feststellte, dass ihm bei seiner Fahrt durch Haldem einige Veränderungen aufgefallen seien. „Ihr habt ja jetzt auch einen Supermarkt und eine Tankstelle.“

Der Mann im roten Gewand nahm sich viel Zeit. Er ließ sich von den Kindern Gedichte aufsagen und kam zu dem Ergebnis, „dass es in Haldem wohl nur artige Kinder gibt“. Natürlich hatte er einen großen Jutesack voller Geschenke mitgebracht, die er an die Mädchen und Jungen verteilte, bevor er den Ort des Geschehens wieder verließ.

Dass Angebot war gegenüber den Vorjahren noch einmal vergrößert worden: Kunsthandwerkliches gab es in fast allen Facetten, dazu weihnachtliche Geschenkideen, und die typischen Spezialitäten in fester und flüssiger Form sowieso.

Unter dem Vordach der Schützenhalle hatten Lothar und Luise Birkner aus Bad Essen ihren Verkaufstisch mit selbst gefertigten Krippen und leuchtenden Gestecken aufgebaut. Gleich daneben stand Wilhelm Nolte aus Wehdem mit Kunstgewerblichem aus Holz: Weihnachtsmännern aus abgeschrägten Birkenstämmchenen, Tannenbäumen, Kerzen und Schneemännern. Zudem bot er rustikale Futterhäuschen für die Winterfütterung von Vögeln an.

Über einen großen Erfolg freuten sich die Frauen der Altgardisten des Schützenvereins, die in den Vorjahren bereits Glühwein verkauften und in diesem Jahr erstmals auch Pickert anboten. „Die Spezialität war schon frühzeitig ausverkauft“, resümierte Marianne Jacob, eine der Initiatorinnen, gestern Mittag. „Damit haben sich unsere vorbereitenden Mühen gelohnt“, freute sie sich. Obwohl im Pavillon der Alten Garde auch Sitzplätze vorhanden waren, nahmen die meisten Besucher den Pickert mit nach Hause. „Im nächsten Jahr sind wir wieder mit dabei“, sind sich Marianne Jacob und ihre sechs Mitstreiterinnen schon jetzt einig. „Dann werden wir die Zahl der goldgelben Scheiben aus Kartoffeln, Sahne, Eiern, Mehl und Salz wohl noch ein wenig steigern.“

Die Bürgerstiftung war mit einer Informationsausstellung vertreten, und im gleichen Zelt sorgten die jugendlichen Sportschützen des Schützenvereins ebenfalls für das leibliche Wohl der Besucher – mit ständig backfrischen Waffeln und Crépes.

Auf den Schießbahnen des Schützenhauses ging es nachmittags traditionell um mehrere Pokale und Preise, während im vorderen Bereich der Schießhalle ein Tortenbüfett, Kaffee und Kaltgetränke die Besucher anlockte. „Wir waren mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden“, zog Uwe Faltermeier aus dem Schützenvorstand ein positives Resümee, „zumal in diesem Jahr auch das Wetter mitgespielt hat“.

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