Rahdener Institutionen haben sich zu einem Beratungsteam für Ratsuchende in allen Lebenslagen zusammengeschlossen

„Keine Hotline – alles live“

Das Beratungs-Team wird Ratsuchenden ab sofort zu unterschiedlichen Themen mit fachlichem Know-how zur Seite stehen.

Rahden - (brm) · Die Lübbecker Land Tafel in Rahden ist um ein Angebot reicher. Ab Donnerstag werden hier wöchentliche Beratungen in sozialen, behördlichen und berufsperspektivischen Angelegenheiten angeboten.

Zwar sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter schon jetzt ein beliebter Anlaufpunkt in schwierigen Lebensfragen, doch wolle man nun das Ganze auf professionelle Beine stellen, erklärt Pfarrer Stefan Thünemann. So haben sich Vertreter der Agentur für Arbeit Herford, des Arbeitslosenzentrums Johanniskirchhof, der Diakonie, der Kirchengemeinde Rahden, des Familienzentrums und der Stadt zu einer Art Netzwerk zusammengeschlossen, um Ratsuchenden in ihrem Bereich unbürokratische Hilfestellung zu leisten. Jeden Donnerstag in der Zeit von 10 bis 11 Uhr stehen die Fachkräfte den Tafelkunden sowie allen Interessierten fortan im Gemeindehaus kostenlos mit ihrem Wissen zur Seite.

„Wichtig war uns, ein Beratungsangebot außerhalb der Amtsstuben ins Leben zu rufen“, so Uwe Trentelmann von der Stadt Rahden. Als niederschwellig, professionell und verlässlich beschreibt Pfarrer Stefan Thünemann das Beratungsangebot. Es solle zum einen eine fachliche Rückenstärkung für die Ehrenamtlichen darstellen und darüber hinaus eine Brücke von der reinen Lebensmittelversorgung zur „Hilfe zur Selbsthilfe“ schlagen. „Wir wollen der Armut nachhaltig begegnen“, erklärt Thünemann. „Und zwar nicht anonym per Hotline, sondern live.“ Das Ganze geschieht völlig formlos und unbürokratisch – keine Anmeldungen, keine Terminvergabe. Wer Hilfe benötigt, kommt einfach in die Beratung.

Die Themen-Angebote sind vielfältig: Familienberatung, seelsorgerische Gesprächsangebote, Beratung in Kindergartenangelegenheiten und niederschwellige Schuldnerberatung stehen unter anderem auf dem Kalender. Lediglich in den Schulferien und an Feiertagen pausiert das Angebot.

Wer hingegen ein Problem hat, das erst in zeitlichem Abstand auf der Themenliste steht, muss sich nicht über Wochen gedulden, um zum Zuge zu kommen. Die Vernetzung der Institutionen ermöglicht auch hier eine unkomplizierte Weiterleitung der Ratsuchenden an die entsprechenden Stellen.

Geplant war das Angebot von Beginn an, mit Entstehung der Tafel. „Die Zusammenarbeit der einzelnen Institutionen war schon im Vorfeld sehr eng und vertrauensvoll. Daraus hat sich dann das Beratungs-Netzwerk bilden können“, freut sich Thünemann.

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