Neue DSL-Leitung bis Dezember fertig

Mit Karacho bald durch das Internet

Sie nahmen am symbolischen Spatenstich teil (v. l.) Dietrich Gerdes von der bauausführenden Firma Steinbrecher, Rainer Klasing (Telekom), Ortsvorsteher Hermann Schmidt, Bauamtsleiter Dieter Drunagel, Ortsvorsteher Herrmann Seeker, Bauleiter Hermann Eiben, Bürgermeister Bernd Hachmann, Ortsvorsteher Werner Rohlfing, Ortsvorsteher und Bauamtsmitarbeiter Oliver Zierenberg.

Rahden - WEHE (km) · In etwa sechs Wochen ist es so weit. Rund 1100 Haushalte und etwa 70 Gewerbebetriebe können mit rasender Geschwindigkeit durchs Internet „reisen“. Dann soll die 16 000-Bit-Leitung für Varl, Varlheide, Wehe und Teile von Tonnenheide-Nutteln „stehen“. Gestern wurde ein symbolischer Spatenstich gemacht. In zweifacher Hinsicht symbolisch. Es gab keine Spaten und auch das „Tun als ob“ ging nicht.

Den Umfang der Anschlüsse (für Varl und Varlheide sind die Maßnahmen fast abgeschlossen) erläuterte Bauamtsleiter Dieter Drunagel, dem Bürgermeister Bernd Hachmann bescheinigte, schon früh die Notwendigkeit für eine DSL-Leitung erkannt und gehandelt zu haben. Heute, das bestätigte auch Diplom-Ingenieur Rainer Klasing für der Deutschen Telekom, wäre es nicht mehr so leicht wie es für Rahden war, an das schnelle DSL-Netz zu kommen. Es fehle am Geld. Andere, die auch wollten, kämen derzeit nicht zum Zuge. Dabei nannte er insbesondere Stemwede und Espelkamp.

In der Glasfaserkabel-Technik sieht Drunagel auch eine Stärkung der Wirtschaftskraft für die Stadt, weil gerade für Firmen ein schnelles Netz wichtig sei. Er sagte ferner, dass es Ziel der Stadt Rahden sei, „hier nicht Schluss zu machen“. Die „schnelle Leitung“ werde für die gesamte Stadt angestrebt. Noch gebe es hier „weiße Flecken“ auf der Karte. „Wir sind aber dran“, sagte Drunagel.

Der Bauamtsleiter kündigte an, dass die Bevölkerung Mitte Dezember in den Ortsteilen informiert werde. Die Veranstaltung für Varl und Varlheide finde im Goldenen Hecht statt, die für Wehe, Tonnenheide-Nutteln bei Schwettmann-Rüter.

Insgesamt elf Kilometer Kabel würden verlegt, sagte ergänzend Rainer Klasing, rechne man auch Sielhorst noch hinzu, mache die Länge 14,5 Kilometer aus. Insgesamt stelle die Deutsche Telekom mit der Beteiligung der Stadt Rahden sechs neue Multifunktionsgehäuse auf und binde diese ans Glasfasernetz an. Die sind wichtig, denn die Internetgeschwindigkeit hänge generell davon ab, wie nahe jemand am Netzknotenpunkt wohne, heißt es in einer Pressemitteilung. Die herkömmliche Leitung dämpfe das Signal Meter um Meter. Ab etwa fünf Kilometern spiele die Physik im Kupferkabel gar nicht mehr mit. Für eine bessere Versorgung würden deshalb zusätzliche Glasfaser-Leitungen verlegt. Das geschieht in Form einer „Bohr- und Schusstechnik“. Diese Technik führe dazu, dass nicht alles aufgegraben werden. Je nach Bodenbeschaffenheit könne mit einem Schuss eine Strecke von 200 bis 300 Metern geschafft werden. Die Teilnehmer am symbolischen Spatenstich müssten lange dafür arbeiten, wollten sie die Leitung mit dem Spaten verlegen.

Für Bürgermeister Bernd Hachmann ist wichtig, „dass es nun weiter geht mit dem Ausbau der zukunftsweisenden Breitbandtechnologie in Rahden“, insbesondere auch in den Außenbereichen.

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