Wohnhaus in Kleinendorf von Blitz getroffen / Dienstag Stromausfall in Rahden

„Kalter Schlag“ beschädigte Dach

Rahden - (ges) Weil am Dienstagnachmittag gegen 15 Uhr in Rahden für knapp eine halbe Stunde die Stromversorgung zusammengebrochen war, ging in den Geschäften in der Innenstadt so gut wie nichts mehr.

Als Ursache für den Stromausfall ermittelten Mitarbeiter der RWE gegen 16.30 Uhr eine Krähe, die sich auf einer Freileitung auf einen so genannten Streckenlasttrenner gesetzt und damit einen Kurzschluss ausgelöst hatte.

Die Servicetechniker des Energieversorgers machten sich sofort auf den Weg, um die Störung zu beheben. Weil im Innenstadtbereich meist doppelte Leitungen liegen, konnte die Stromversorgung schnell wieder sichergestellt werden. In den Rahdener Außenbereichen hätten sich die Arbeiten weitaus schwieriger gestaltet, war von einem Sprecher der RWE in Osnabrück zu hören.

Die meisten Geschäftsinhaber oder Mitarbeiter überbrückten den halbstündigen Stromausfall ohne größere Probleme. Anhand mehrerer Beispiele wurde deutlich, dass Not bekanntlich erfinderisch macht. So wurden beim Bedienen der Kundschaft auch schon mal Taschenlampen gezückt – und das Geld kam vorübergehend in eine Zigarrenkiste statt in die üblicherweise genutzte elektronische Kasse.

Die RWE-Experten vermuteten die technische Panne von Beginn an an einer Leitung zwischen der Osnabrücker Straße und der Station im Diek in Kleinendorf – entweder an einer Freileitung oder an einem Erdkabel.

Auf das Rahdener Krankenhaus wirkte sich der Stromausfall kaum aus. Zwar waren vorübergehend die Telefone außer Betrieb, doch die Sicherheit der Patienten war immer durch das eigene Notstromaggregat gewährleistet. Die von der Feuerwehr angebotene Hilfe musste das Krankenhaus nicht in Anspruch nehmen.

Die Verantwortlichen der Stadtwehr weisen in dem Zusammenhang darauf hin, dass bei derartigen Ereignissen die Gerätehäuser in den betroffenen Ortschaften durch Einsatzkräfte besetzt seien und als Anlaufpunkt für die Bevölkerung genutzt werden könnten. Bei Unterbrechungen der Stromversorgung oder Störungen des Telefonnetzes habe die Feuerwehr die Möglichkeit, Notrufe abzusetzen oder in dringenden Fällen Notstromaggregate einzusetzen.

Diese Maßnahmen sind in der Vergangenheit bereits mehrfach praktiziert worden. Beim Schneechaos im November 2005 beispielsweise, aber auch während des Orkans „Kyrill“ im Jahre 2007 und 2008 bei einem längerfristigen Ausfall der Notrufleitungen.

Nur wenige Stunden nach dem Stromausfall wurden der Löschzug Rahden sowie die Löschgruppen Varl und Sielhorst gestern gegen 0.20 Uhr zu einem Wohnhausbrand an der Lemförder Straße in Kleinendorf gerufen. Das Gebäude war von einem Blitz getroffen worden.

Weil auf den ersten Blick kein offenes Feuer zu erkennen war, setzte die Löschgruppe Varl unter Pressluft-atmern einen Angriffstrupp ein, der den Dachboden des Hauses mit der Wärmebildkamera des Löschzuges Rahden erkundete. Von außen war nur zu sehen, dass auf einer Fläche von etwa zwei Quadratmetern die Dachpfannen zerstört waren.

Die Erkundung ergab, dass im Firstbereich des Hauses ein Dachbalken auf einer Länge von zwei bis drei Metern völlig zersplittert war. Die umgebende Dämmwolle war leicht angekokelt. offenes Feuer oder Glutnester erkannte die Wärmebildkamera nicht. Die Verantwortlichen der Wehr gehen deswegen davon aus, dass es sich um einen so genannten „kalten Schlag“ gehandelt hat, zumal durch den Blitzeinschlag auch die Elektrik zerstört wurde.

Die Einsatzkräfte der Wehren leuchteten die Einsatzstelle aus und dichteten das Loch im Dach provisorisch ab. Weil ein Elektroversorger eingesetzt war, konnte das Gebäude stromlos geschaltet werden. Löschmaßnahmen waren nicht erforderlich.

Gegen 1.40 Uhr rückten die knapp 40 Einsatzkräfte mit ihren insgesamt sieben Fahrzeugen wieder ab, nachdem das Wohnhaus an den Eigentümer übergeben worden war. Über die Schadenshöhe gab es gestern noch keine Angaben.

nDachbalken

nvöllig zersplittert

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Revolutionsgarden erklären Unruhen im Iran für beendet

Revolutionsgarden erklären Unruhen im Iran für beendet

Zeugin: Ukraine hat die US-Wahl 2016 nicht beeinflusst

Zeugin: Ukraine hat die US-Wahl 2016 nicht beeinflusst

Papst in Thailand: Prostitution und Sextourismus ist "Plage"

Papst in Thailand: Prostitution und Sextourismus ist "Plage"

„The Magic of Santana“ in der Verdener Stadthalle

„The Magic of Santana“ in der Verdener Stadthalle

Kommentare