Geldpreise der Volksbank-Stiftung für vier Gruppierungen aus der Region / Life House Wettbewerbssieger

Alt und Jung gehen Hand in Hand

Platz drei: Die Bürgerstiftung Haldem-Arrenkamp mit Helga Steckel, Anna Kellermann, Gertrud Strümpler, Stefan Möller-Nolting, Marie Schöppy, Kira Bänsch, Lisanne Klenke, Friederike Schöppy und Lea Kellermann.

Rahden - Von Imme LorekRAHDEN/STEMWEDE · Für seine Mitmenschen da zu sein ist ein schöner Wesenszug, der heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist. Um solchen Einsatz zu würdigen, hat die Volksbank Lübbecker Land im Jahre 2009 die Stiftung „Von Menschen für Menschen unserer Region“ ins Leben gerufen.

        Engagierte Bürger oder gemeinnützige Einrichtungen, die sich für die Attraktivität und Lebensqualität in der Region einsetzen, waren in diesem Jahr zu einem Wettbewerb unter dem Motto „Jung und Alt - gemeinsam sind wir stark“ aufgerufen.

„Gerade das Miteinander der Generationen ist besonders wichtig in einer Zeit, die vom demographischen Wandel betroffen ist“, ergänzte Vorstandsmitglied Ralf Rehker das Motto während der Feierstunde in der Volksbank Lübbecke, die den ersten Stiftungs-Wettbewerb abschloss.

Insbesondere Jugend- und Altenhilfe, aber auch kulturelle Einrichtungen sowie Volks- und Berufsbildung können von dieser Stiftung profitieren. Bereits bestehende Gruppen sowie neue Formierungen waren für den Wettbewerb zugelassen.

Unter den Preisträgern befanden sich das Lokale Bündnis für Familien Pr. Oldendorf (Arbeitskreis für generationsübergreifende Zusammenarbeit), die Bürgerstiftung Haldem-Arrenkamp, der Heimatverein Varl-Varlheide und das Life House in Wehdem.

Jede dieser vier Gruppen hat mit ganz unterschiedlichen Ansätzen und Ideen das Kuratorium der Stiftung von ihrer Einzigartigkeit überzeugt.

Der dritte Preis in Höhe von 1 000 Euro ging an den Arbeitskreis für generationsübergreifende Zusammenarbeit, der mit seinem Projekt „Ausbildungspaten“ die Jury überzeugte. Damit sind Erwachsene mit viel Berufserfahrung gemeint, die Jugendliche ab dem achten Schuljahr auf ihrem Weg ins Arbeitsleben begleiten, beispielsweise mit Tipps bei Bewerbungen und Berufspraktika. Laudator Andreas Schwarze lobte das Projekt als gelungene „Hilfe zur Selbsthilfe“, bei dem „der Austausch zwischen Jung und Alt direkt in die Tat umgesetzt worden“ sei.

Ein weiterer Preis im Wert von 1 000 Euro ging an die Bürgerstiftung Haldem-Arrenkamp. Heike Schönberger betonte in ihrer Laudatio, dass man in einer „Welt der Auflösung familiärer Strukturen“ das gegenseitige Verständnis der Generationen füreinander stärken müsse. Mit Musik sollen Kinder zwischen acht und sechzehn Jahren älteren Bürgern eine Freude bereiten, indem sie Seniorengeburtstage mitgestalten.

Von dem Mut der jungen Instrumentalisten zwischen zehn und fünfzehn Jahren konnte sich das Publikum während der Feierstunde bei einer kleinen musikalischen Kostprobe selbst überzeugen. Zunächst brachten sie Stücke für sechs Flöten, dann Musik für Horn und Trompete zu Gehör. Das Preisgeld ist für die Anschaffung einer neuen Bassflöte vorgesehen.

Die Gäste erhielten ebenfalls einen kleinen Einblick in die Arbeit des Heimatvereins Varl-Varlheide, der mit seinem Projekt „Puppen op Platt“ den zweiten mit 2 000 Euro dotierten Preis erhielt. In ihrem meist gespielten Stück zeigten die Puppenspieler das Schicksal eines kleinen Maulwurfs, den ein wütender Gartenbesitzer vertreiben will, und sorgten damit für allgemeine Erheiterung im Publikum. „Die Puppen ermöglichen gerade Jugendlichen eine spielerische Begegnung mit dem Plattdeutschen und eine Identifikation mit der Heimat“, kommentierte Laudatorin Monika Büntemeier die Arbeit des Vereins zum Erhalt und zur Förderung der plattdeutschen Sprache.

Als Sieger ging das Life House in Wehdem aus dem Wettbewerb hervor, das den ersten Preis in Höhe von 3 000 Euro erhielt. Es wurde mit seinem Projekt „Jugend unterrichtet“ zu einem Ort der Begegnung zwischen Jung und Alt.

Junge Menschen zwischen 17 und 23 Jahren gaben ihre Computerkenntnisse an ältere Menschen weiter. Dass dieses Projekt bei den Älteren großen Anklang fand, verrieten Filmausschnitte, in denen Kunden die Arbeit der Jugendlichen und das Ambiente vom Stemweder Life House lobten.

Laudator Henning Vieker verriet, dass der Verein Jugend, Freizeit und Kultur (JFK) das Preisgeld für die Einstellung einer Sozialpädagogin im Anerkennungsjahr verwenden will, die ihre Abschlussarbeit über „das Life House als Mehrgenerationenhaus“ schreibt.

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