Unter 18-Jährige sind bei „U-18-Wahl“ am 18. September an die Wahlurnen gerufen / Life House in Wehdem beteiligt

Jugendliche dürfen „eigenen“ Bundestag wählen

Lars Schulz vom Life House in Wehdem (rechts unten) unterstützt die U-18-Aktion ebenso wie Marxcel Brettschneider (links), Andrea Sommerkamp und Patricia Kessler.

Wehdem - (ges) Mit einer ganzen Reihe von Aktionen versucht das Life-House-Team in Wehdem, im „Super-Wahljahr“ junge Wähler zum Gang an die Wahlurnen zu motivieren – am 30. August bei den Kommunal- und Landtagswahlen ebenso wie bei den Bundestagswahlen am 27. September.

Für die Kommunalwahlen bietet Lars Schulz vom Life House die Wette „1000 x Stemwede“ an. „Wenn es uns gelingt, dass mindestens 1000 junge Stemweder unter 27 Jahren zur Wahl gehen, organisieren wir für den 18. September ein Dankeschön-Konzert mit vier Bands“, verspricht der Sozial-Pädagoge. Damit die Wette gewonnen wird, hatte das Life-House-Team vor einigen Wochen gemeinsam mit der Gemeinde Stemwede einen Plakatwettbewerb ausgeschrieben. Das von Franka Burde und Mareike Knost kreierte Siegerplakat wird derzeit gedruckt und in Kürze in 500-facher Ausfertigung junge (und ältere) Stemweder aufrufen, am 30. August zur Kommunalwahl zu gehen und mitzubestimmen, wer ihre Interessen in den nächsten fünf Jahren im Rat der Gemeinde Stemwede vertritt.

Am 18. September, dem Tag, an dem das Team um Lars Schulz seine Wette einlösen möchte, findet bereits eine U-18-Wahl für Jugendliche unter 18 Jahren statt. Unter leicht veränderten Bedingungen gegenüber der echten Bundestagswahl, haben Mädchen und Jungen die Möglichkeit, ihren „eigenen“ Bundestag zu wählen. „U 18 steht für junge Menschen die Ernsthaftigkeit im Umgang mit den Bundestagswahlen und der spielerischen Heranführung an politische Inhalte, Parteien und das Wahlverfahren“, beschreibt Lars Schulz die bundesweiten „Vorwahlen“ für Jugendliche bis 18 Jahren.

Als es darum ging, „U- 18“-Wahllokale zu finden, hat Lars Schulz für den Großraum Stemwede natürlich sofort das Life House genannt. Mit im Boot für den Bereich Ostwestfalen sind derzeit u.a. Marcel Brettschneider vom CVJM Jöllenbeck, Andrea Sommerkamp von der Jugendfreizeitstätte Heilige Familie „Black Star“ in Gütersloh und Patricia Kessler vom Diözesanverband der Katholischen Jungen Gemeinde in Paderborn. „Leider gibt es bisher erst fünf Wahllokale in Ostwestfalen“, bedauert Schulz, hofft aber, dass sich noch mehr Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen an der Aktion beteiligen.

Während die Jöllenbecker beispielsweise einen Videoclip zur Bundestagswahl drehen und mit Schulen kooperieren, bietet das Life House in Wehdem am Tag der U-18-Wahl im Wehdemer Schulzentrum eine Diskussionsrunde mit fünf Bundestagskandidaten an. „In den anderen Einrichtungen werden u.a. Wahlurnen gebastelt oder Informationsveranstaltungen in Grundschulen angeboten“, weiß der örtliche Initiator Lars Schulz.

Neben der Bekanntmachung des U-18-Wahltermins und umfangreichen Informationen für junge Leute, sind die Wahllokale der Schlüssel zum Erfolg. „Sie können auch in Schulen oder Schulclubs, in Vereinsheimen oder auf öffentlichen Plätzen in Form mobiler Wahllokale eingerichtet und über die Webside http://www.u18org angemeldet werden“, sagt Schulz. „Auf der Webside ist auch zu sehen, wie viele Wahllokale es schon gibt und wo sie sich befinden.“

Höhepunkt der Initiative ist schließlich die U-18-Wahl am 18. September selbst. An dem Tage sind alle Jungen und Mädchen unter 18 Jahren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die erste kleine U-18-Wahl wurde übrigens bereits vor 13 Jahren in der Bundeshauptstadt Berlin organisiert.

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