Historische Haferernte auf dem Museumshofgelände in Rahden

Jetzt können die Hocken auf dem kleinen Feld trocknen

+
Siegfried Strunk (links) wurde beim Binden der Garben und beim anschließenden Hocken tatkräftig von Jule und Thore Müller sowie Axel Griepenstroh unterstützt.

Rahden - Bevor die übrigen Helfer am Sonntagnachmittag beim kleinen Feld am „Lütken Hus“ auf dem Museumshofgelände in Rahden eintrafen, hatte Herbert Engel schon kräftig die Sense geschwungen und mit weit ausholenden Armbewegungen mehrere Reihen Hafer gemäht. „Dann können die anderen gleich mit dem Binden der Garben beginnen“, begründete er seinen vorgezogenen Einsatz.

Die jährliche Haferernte ist für die Kleinfeldgruppe der ehrenamtlichen Museumshof-Mitarbeiter inzwischen ein Ritual. Neben Herbert Engel, dessen Sense eigens für den Ernteeinsatz fachmännisch gedengelt worden war, halfen Wieland Staub, Siegfried Strunk, Axel Griepenstroh sowie das Geschwister-Paar Jule und Thore Müller bei den knapp zweistündigen Arbeiten auf dem gut 150 Quadratmeter großen Haferfeld mit.

„Hier hat in den Vorjahren auch schon mal Gerste gestanden“, erinnerte sich Wieland Staub, „und Roggenernten hat es in der Vergangenheit auch schon gegeben“. Von der Haferernte dieses Jahres erwartet er einen guten Ertrag. „Das Getreide ist gleichmäßig gewachsen. Es hat eine gute Halmhöhe und die Größe des Korns ist zufriedenstellend.“

Die Kleinfeld-Gruppe hatte sich im Frühjahr bei der Einsaat für Schwarzhafer entschieden. „Das ist eine robuste Sorte, die früher zur Brotherstellung und als Futter für die Tiere genutzt wurde“, erläuterte Staub. Heute finde man Schwarzhafer nur noch sehr selten, „weil den Landwirten der Ertrag zu gering ist“.

Die handgebundenen Garben wurden zu Hocken zusammengestellt und können jetzt trocknen, bevor die Sielhorster Flegeldrescher das Korn am 26. August im Rahmen des nächsten Aktionstages auf dem Museumshof aus den Ähren klopfen. · ges

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Amsterdam schränkt Kiffer und Rotlicht-Tourismus ein

Amsterdam schränkt Kiffer und Rotlicht-Tourismus ein

Drama in Volkmarsen: Ökumenischer Gottesdienst 

Drama in Volkmarsen: Ökumenischer Gottesdienst 

Drama in Volkmarsen - Auto rast bei Rosenmontagsumzug in Menschenmenge

Drama in Volkmarsen - Auto rast bei Rosenmontagsumzug in Menschenmenge

Kochen mit Matcha bringt Farbe ins Spiel

Kochen mit Matcha bringt Farbe ins Spiel

Kommentare