Superintendent Dr. Rolf Becker eröffnete in der „Rila-Feinkostwelt“ in Levern Krippen- und Ikonenausstellung

„Jesus entwirft eine Ikone von Gott“

Im Fokus: Helmut Richter (vorn) und Superintendet Dr. Rolf Becker vor der mehr als hundertjährigen „Grulicher Krippe“ der Krippenfreunde Osnabrück/Emsland.

Levern - (ges) · „Das Wort (Gottes) ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlöichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebporenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Diese Verse des Johannesevangeliums sind es, die in Krippen und Ikonen umgesetzt werden.

        Das sagte Superintendent Dr. Rolf Becker anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Die Botschaft in vielen Kulturen“, die noch bis zum 3. Januar nächsten Jahres in der „Rila Feinkostwelt“ in Levern zu sehen ist. Dr. Becker wies im Beisein zahlreicher Besucher darauf hin, dass Ikonen und Krippen die Botschaft der Verse des Johannesevangeliums sichtbar und fassbar umsetzen würden. „Wir Menschen wollen das göttliche Geheimnis sehen und anfassen können. Und tatsächlich: Den eigentlich unsichtbaren Gott kann man sehen, denn sein Sohn macht ihn uns bekannt“, stellte der Superintendent heraus. Gott nehme mit uns Verbindung auf, stelle Gemeinschaft her, werde einer von uns im lebendigen Gegenüber.

In Anlehnung an einen Ausspruch an den großen Württemberger Pietisten Albrecht Bengel zeigte sich Dr. Becker mutig und betonte: „Jesus entwirft eine Ikone von Gott.“ Der Sohn habe des Vaters Art. Wie sich der Sohn zu uns verhalte, so stehe auch der Vater zu uns. „Gott ist uns kein Fremder mehr, der unsichtbare Gott ist sichtbar geworden“, nannte der Superintendet als Botschaft der ausgestellten Ikonen und Krippen.

Eingangs hatte Helmut Richter namentlich auch Dr. Gerhard Lohmeier, den Vorsitzenden des Vereins der Krippenfreunde Osnabrück/Emsland begrüßt und Dr. Rolf Becker Dank gesagt für seine Bereitschaft, die Ausstellung als Schirmherr des Kirchenkreises Lübbecke zu begleiten.

Zu den Krippen aus aller Welt zählt auch eine so genannte „Grulicher Krippe“ – eine mehr als hundert Jahre alte Rarität, von der es heute nur noch wenig Exemplare gibt.

Durch weltweite Geschäftsbeziehungen der Firma Rila-Feinkost Importe hat sich ein enger Kontakt zu den Lieferanten und deren Familien aufgebaut. Die Geschäftspartner waren in ihren Heimatländern unterwegs und haben landestypische Krippen gekauft. Dabei ist eine beachtliche Vielfalt zusammen gekommen, die jetzt in der Rila-Feinkostwelt zu den normelen Öffnungszeiten zu sehen ist. Weil es in der orthodoxen Kirche keine „Weihnachtskrippenkultur“ gibt, werden die Heiligen und die Geschichten aus dem Evangelium in Griechenland beispielsweise auf Ikonen dargestellt.

Im Rahmen der sehenswerten Ausstellung bietet der Ikonenmaler Abraham Karl Selig von Freitag, 11. Dezember, bis Dienstag, 15. Dezember, jeweils von 10 bis 17 Uhr einen Ikonenmalskursus an. Zudem hält er am Montag, 14. Dezember, von 16 bis 18 Uhr bei Rila einen Vortrag zum Thema „Entstehung und Bedeutung von Ikonen“.

Abgerundet wird das Programm am vierten Adventssonntag, 20. Dezember, um 14.30 Uhr mit einem evangelisch-orthodoxen Gottesdienst in der Leverner Stiftskirche. Organisiert wird der Gottesdienst vom Kirchenkreis Lübbecke und der koptischen Kirche. Die koptisch-orthodoxe Kirche hat bei uns mehr als zehn Gemeinden und zwei Klöster. Sie steht unter der Leitung von Generalbischof Anba Damian. Die Sprache ist im dritten Jahrhundert aus der ägyptischen Sprache entstanden.

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