Oppenwehes Grundschüler begeistern ihr Publikum mit Zirkusprojekt

„Jedes Kind ist ein Star“

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Die gefährliche Würgeschlange hatte nur einen kurzen Auftritt

Oppenwehe - Hundert kleine Artisten und zweimal ein ausverkauftes Zelt: Das Zirkusprojekt der Grundschule Oppenwehe bewegte das Spargeldorf. Viel Spaß mit den kleinen Stars in der Manege hatten die Zuschauer am Samstag in den Vorstellungen, als die Mädchen und Jungen verschiedene Kunststücke zeigten, die sie mit den Artisten des Projekt-Zirkus Oskani aus Bielefeld zuvor einstudiert hatten.

Der Förderverein der Grundschule hatte lange darauf gespart, den Projekt-Zirkus Oskani engagieren zu können, berichtete Schulleiter Ansgar Matern. „Der Sponsorenlauf im zurückliegenden Schuljahr hat dann schließlich genug Geld eingebracht, um das Projekt starten zu können.“ Eine gute Investition, wie sich herausstellte.

Der kleine Bielefelder Familienbetrieb Oskani bringt schon äußerlich alles mit, was ein Zirkus braucht: Eine bunte Wagenburg um ein nicht allzu großes Zelt, einen Popcorn-Stand, bunte Lichter, Glitzer, Musik und eine professionelle Artisten-Familie. Diese war stets zu etwas Schmunzel-Klamauk aufgelegt, führte die Stemweder Kinder aber dennoch konzentriert und mit Umsicht durch ihr erstes Zirkusabenteuer und machte die Grundschüler so zu kleinen Stars in der Manege.

Unter donnerndem Applaus seitens der Eltern, Großeltern und Freunde traten die jungen Artisten winkend in das Zirkusrund und zeigten gruppenweise ihr Können. Dass den Kleinen nicht jedes Kunststück gelang, war dem begeisterten Publikum im rappelvollen Zirkuszelt dabei herzlich egal. Vor so vielen Zuschauern und mit einer guten Portion Lampenfieber waren die Auftritte schon Herausforderung genug.

Dass in drei Tagen mit einer Schulstunde Zirkus-Training täglich keine Weltsensationen einstudiert werden konnten, war allen klar. Dennoch ließen die Nachwuchs-Jongleure professionell bunte Plastikteller auf einem Stöckchen kreisen   – das richtige Feuerspucken überließen die Schüler jedoch lieber den Oskani-Profis. Die dringende Mahnung von Zirkus-Direktorin Marianne Richter dazu: „Bitte nicht nachmachen!”

Im ausverkauften Zelt stellte sich rasch ausgelassene Gauklerlaune ein. Die Oskanis bewiesen einen feinen Sinn für rasch wechselnde Bilder und niedliche Details, die in dem zweieinhalbstündigen Programm keine Langeweile aufkommen ließen. Ganz bezaubernd kam unter anderem die Tiger-Dressur daher: Kinder in Plüsch-Kostümen krabbelten durch einen brennenden Reifen – die Flammen aus buntem Papier angeklebt und garantiert ungefährlich.

Eine Pferdedressur fehlte selbstverständlich auch nicht! Auf „wilden“ Steckenpferden ritten kleine Cowboys durch die Arena. Echte Tiere – im Zirkus immer wieder kritisiert – gab es in Oppenwehe kaum. Eine Würgeschlange und eine große Schildkröte, die ins Zelt hinein- und wieder hinausgetragen wurden, deckten dieses Spektrum ab. Für den riskanten Sprung durch den Reifen musste ein Stoffhase herhalten und als der seine Nummer verweigerte, beförderte einer der kleinen Artisten das widerspenstige Plüschtier mit einem kräftigen Tritt in die gewünschte Richtung.

„Das Zirkus-Projekt war eine tolle Erfahrung, die die Kinder so schnell nicht vergessen“, war sich Schulleiter Matern sicher, denn hier machten seine Schüler die Erfahrung: „Im Zirkus ist jedes Kind ein Star!“ · hm

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